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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/03/pm_029.php 10.03.2026 13:51:16 Uhr 17.04.2026 14:03:57 Uhr

Stadtzentrum: Umfeld des Kristallpalasts soll grüner und schöner werden

Erste Maßnahmen für Ende 2026 geplant

neue Bäume vor dem Kino
Visualisierung (© Blaurock Landschaftsarchitektur)

Der stark überwärmte und versiegelte Bereich rund um den Kristallpalast an der St.-Petersburger-Straße soll grüner werden und das Stadtklima und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern. Auf der Freifläche in Richtung Hauptbahnhof sollen 21 Bäume gepflanzt und schattige Sitzmöglichkeiten, Spielgeräte sowie ein Trinkbrunnen errichtet werden. Im Sinne des Schwammstadtkonzeptes ist außerdem vorgesehen, anfallendes Regenwasser nicht mehr so schnell wie möglich in die Kanalisation abzuleiten, sondern vor Ort zurückzuhalten, zu speichern und für die Bewässerung von Bäumen und Grünflächen am Kristallpalast zu nutzen. Die ersten Bauarbeiten sind ab 2028 geplant.

Die Planung soll in Kürze in den politischen Gremien beraten werden. Anschließend entscheidet der Stadtrat über die Umsetzung. 

„Die Umgestaltung des Umfelds des Kristallpalasts ist ein wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau, die 2033 in Dresden stattfinden soll. Wir können dafür umfangreich Mittel der Städtebauförderung nutzen und so langfristig mehr Aufenthaltsqualität und Grün ins Stadtzentrum bringen. Was wir hier in den nächsten Jahren umsetzen wollen, soll aber kein Solitär bleiben, sondern beispielhaft für die Neugestaltung öffentlicher Räume in der Dresdner Innenstadt stehen. Auch am Wiener Platz oder am Grünen Bogen wird Dresden zur BUGA noch umgestaltet.“

Baubürgermeister Stephan Kühn

Erster Schritt: Haltestelle Walpurgisstraße wird Doppelhaltestelle

Bereits vor der eigentlichen Platzgestaltung soll Ende 2026 der Umbau der Haltestelle Walpurgisstraße zur Doppelhaltestelle beginnen. Die Haltestelle liegt auf einer wichtigen Nord-Süd-Achse durch die Innenstadt und wird von bis zu vier Straßenbahnlinien stark genutzt. Nach dem Ausbau können dort künftig zwei 45 Meter lange Straßenbahnen hintereinander halten. Entlang der Haltestelle sind außerdem zwölf neue Bäume und zusätzliche Begrünung geplant, um das Stadtklima zu verbessern.

Wie Bürgerinnen und Bürger mitwirkten

Die Bürgerinnen und Bürger konnten den Planungsprozess von Anfang an begleiten. Bereits 2021 fanden zum Auftakt mehrere Beteiligungsformate mit Anwohnern und lokalen Akteuren statt, darunter leitfadengestützte Interviews und ein Stadtspaziergang. Außerdem waren über 2.500 Haushalte eingeladen, an einer Umfrage zu den Planungszielen teilzunehmen, rund 500 Personen beteiligten sich. Im November 2022 stellte die Stadtverwaltung in einer öffentlichen Planungswerkstatt zwei Vorzugsvarianten vor und ließ die Teilnehmer darüber abstimmen.

Die Kosten für die Umgestaltung betragen rund 2,6 Millionen Euro. Zwei Drittel davon werden aus der Städtebauförderung bereitgestellt. Dazu kommen die Kosten für den Umbau der Haltestelle. Diese belaufen sich auf rund 540.000 Euro.