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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/03/pm_004.php 04.03.2026 10:46:12 Uhr 16.03.2026 13:09:42 Uhr

Digitaler Zwilling zeigt Auswirkungen von Starkregen

Modellprojekt Smart City präsentiert Prototyp

Überflutete Keller, überlastete Kanalisation, Überschwemmungen: Starkregen kann enorme Schäden verursachen und Menschenleben gefährden. Im Jahr 2024 entstanden durch Starkregen und Überschwemmungen bundesweit 2,6 Milliarden Euro Schaden. Das Modellprojekt Smart City der Landeshauptstadt Dresden und der Technischen Universität Dresden (TUD) veröffentlicht erstmals einen Prototyp einer digitalen 3D-Anwendung, mit deren Hilfe Unwetter und ihre Auswirkungen besser eingeschätzt werden können. 

Der digitale Zwilling bildet ein reales Modell der Stadt Dresden ab. Er simuliert die Folgen bei Starkregen von rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde und zeigt mögliche Schäden an Wohngebäuden im Stadtgebiet auf. Zusätzlich sind Messdaten zum Niederschlag, zu Wasserständen an Gewässern und der Lufttemperatur abrufbar. Die damit errechneten Szenarien verdeutlichen Zusammenhänge und liefern wertvolle Impulse für die Stadtplanung.

Ab sofort ist die Online-Anwendung unter digitaler-zwilling.dresden.de öffentlich zugänglich. Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, ihre Eindrücke und Erfahrungen beim Ausprobieren des Starkregenzwillings mit dem Projektteam zu teilen. Dafür wurde eine Online-Umfrage unter digitaler-zwilling.dresden.de/umfrage eingerichtet.

Entwickelt wird der digitale Starkregenzwilling am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden.

„Komplexe Stadtdaten in einer Plattform zu bündeln und für die Starkregenvorsorge nutzbar zu machen, ist eine spannende Herausforderung. So integrieren wir vormals abstrakte Informationen in ein leistungsfähiges Werkzeug, das Verwaltung und Bürgern eine klare Orientierung bietet.“ 

Entwickler Lars Backhaus

Ein derart anspruchsvolles System erfordert mehrere Fachexpertisen.

„Wir sind sehr glücklich, dass in diesem Projekt verschiedene Dresdner Partnerinstitutionen aus Verwaltung und Wissenschaft engagiert zusammenarbeiten.“

Projektleiterin Dr. Katja Maerker vom Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden

Ein Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) erarbeitet Werkzeuge zur 3D-Visualisierung und Schadensberechnung von Wohngebäuden. Daten liefern u. a. das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden. Das Modell soll zukünftig um ein Frühwarnsystem und Sensorik zum Ermitteln von Überflutungen in Bahnunterführungen erweitert werden.

Über das Modellprojekt Smart City Dresden

Das Modellprojekt Smart City Dresden ist ein kooperatives Förderprojekt der Landeshauptstadt Dresden und der Technischen Universität Dresden. Es zielt darauf ab, die strategische Digitalisierung und nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung voranzutreiben. Innovative digitale Lösungen, Bürgerbeteiligungsformate und Technologieansätze werden erprobt. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities der deutschen Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert.