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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_050.php 27.02.2026 13:08:27 Uhr 16.03.2026 13:19:29 Uhr

Immobilienmarkt 2025: Nachfrage deutlich gestiegen

Gutachterausschuss legt vorläufige Eckdaten zu Preis- und Umsatzentwicklungen vor
Balkendiagram Jahre 2005 bis 2025 und Geldumsatz bis 3500 Mio Euro, Balken 2020 am größten bei 3000 Mio Euro

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Dresden hat vorläufige Eckdaten zur Entwicklung des Immobilienmarktes 2025 veröffentlicht. Die Nachfrage nach Immobilien ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, was sich in höheren Transaktionszahlen zeigt.

Insgesamt wechselten mehr Immobilien den Eigentümer, während der Geldumsatz leicht gesunken ist. Auffällig ist die im Vergleich zum Vorjahr um rund 75 Prozent gestiegene Zahl erstmals verkaufter Neubaueigentumswohnungen. Die Kaufpreise sind über alle Teilmärkte hinweg leicht gestiegen. Der ausführliche Grundstücksmarktbericht wird Mitte April veröffentlicht.

Umsätze 2025

Für das Geschäftsjahr 2025 erreichten den Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden 5.080 Erwerbsvorgänge zur Aufnahme in die Kaufpreissammlung. Das sind rund elf Prozent mehr als im Vorjahr (4.563). Der Geldumsatz betrug rund 1,9 Milliarden Euro und lag etwa 100 Millionen unter dem Vorjahresumsatz.

Im Jahr 2025 wurden 361 unbebaute Grundstücke verkauft, darunter 207 Baugrundstücke. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr mit 435 Erwerbsvorgängen. Der dabei erzielte Geldumsatz von rund 99 Millionen Euro lag rund 53 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dieser war jedoch durch zwei Großtransaktionen ungewöhnlich hoch.

Der höchste Geldumsatz entfiel 2025 mit rund einer Milliarde Euro auf den Teilmarkt der bebauten Grundstücke. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 (1,14 Milliarden Euro) entspricht dies einem Rückgang um rund zwölf Prozent. Die Anzahl gehandelter bebauter Objekte stieg leicht von 787 auf 803, also um rund zwei Prozent.

Der Markt für Sondereigentum war 2025 mit 3.910 Erwerbsvorgängen der stärkste Teilmarkt. Er machte rund 77 Prozent aller Verkäufe aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erwerbsvorgänge um etwa 18 Prozent (2024: 3.324). Der Geldumsatz lag bei rund 820 Millionen Euro und damit etwa 25 Prozent über dem Vorjahreswert von rund 658 Millionen Euro.

Preise 2025

Für die Auswertung der Kaufverträge nach Quadratmeterpreisen (Euro pro Quadratmeter) werden nur voll auswertbare Kauffälle des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs herangezogen. Damit ist sichergestellt, dass keine ungewöhnlichen Verhältnisse die ausgewiesenen Werte beeinflussen können.  

Bauland

Die Grundstückspreise für freistehende Einfamilienhäuser sind 2025 gestiegen. Der 2025 durchschnittlich gezahlte Kaufpreis betrug 360 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche, was einer Steigerung um rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 320 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche) entspricht. Die 2025 gehandelten Grundstücke befinden sich durchschnittlich in besserer und damit auch höherpreisiger Wohnlage als im Vorjahr. Die Anzahl auswertbarer Grundstückskäufe hat sich von 37 auf 51 erhöht.

Die Anzahl gehandelter Geschossbaugrundstücke für Miet- bzw. Eigentumswohnungen ist gegenüber 2024 unverändert geblieben. Die erzielten Quadratmeterpreise stiegen von durchschnittlich 585 auf 675 Euro pro Quadratmeter.  

Einfamilienhäuser

Ab 1992 errichtete freistehende Einfamilienhäuser wurden 2025 für durchschnittlich rund 4.470 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Vorjahr: 4.265 Euro pro Quadratmeter) gehandelt. Der mittlere Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus dieser Bauperiode betrug rund 585.000 Euro.

Der Preis für Doppelhaushälften der gleichen Bauperiode betrug 2025 durchschnittlich 4.095 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit liegt der Preis etwa drei Prozent unterhalb des Vorjahreswertes von 4.210 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Es muss allerdings erwähnt werden, dass die 2025 gehandelten Objekte durchschnittlich fünf Jahre älter waren. Für eine Doppelhaushälfte der genannten Bauperiode musste ein mittlerer Kaufpreis von rund 515.000 Euro gezahlt werden.

Für Reihenmittelhäuser ab Baujahr 1992 wurden 2025 durchschnittlich 3.660 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Damit hat sich der Preis binnen Jahresfrist um rund zwölf Prozent erhöht (2024: 3.280 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche). Der mittlere Kaufpreis für ein Reihenmittelhaus betrug rund 426.000 Euro.

Geschossbauten

Für sanierte Mehrfamilienhäuser der Vorkriegszeit wurden 2025 durchschnittlich 2.055 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Der Vorjahreswert lag bei 1.970 Euro pro Quadratmeter und damit rund vier Prozent niedriger.

Für Mehrfamilienhäuser, die nach 1990 gebaut wurden, lag der durchschnittliche Kaufpreis im Jahr 2025 bei 3.105 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit liegt der Wert rund sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Jahr zuvor wurde wegen zu weniger Verkäufe kein Durchschnittspreis ausgewiesen. Im Teilmarkt der Wohn- und Geschäftshäuser mit gutem baulichem Zustand, das heißt sowohl sanierte Bestandsobjekte überwiegend aus der Vorkriegszeit als auch Nachwendebauten, wurden durchschnittlich 2.075 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche gezahlt. Der durchschnittlich gezahlte Kaufpreis liegt damit rund drei Prozent über dem Vorjahreswert von 2.015 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche.

Wohnungseigentum

Der durchschnittliche Kaufpreis weiterverkauften Wohnungseigentums lag 2025 bei rund 2.705 Euro pro Quadratmeter und damit rund vier Prozent über dem Vorjahreswert von 2.610 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.  
Nachdem im Vorjahr Preisabschläge bei erstverkauften, neu errichteten Eigentumswohnungen feststellbar waren, lagen die Preise im Jahr 2025 bei rund 6.460 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit rund elf Prozent über dem Vorjahreswert von 5.795 Euro pro Quadratmeter. Auch die Anzahl gehandelter Wohnungen erhöhte sich deutlich von 214 auf 373.

Für erstverkaufte, sanierte Eigentumswohnungen können keine Angaben gemacht werden, da diese Kategorie von einem Standort mit möblierten Apartments dominiert wird und die verbleibende Anzahl an Wohnungsverkäufen zu gering für Preisvergleiche ist.