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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_033.php 18.02.2026 15:01:57 Uhr 16.03.2026 18:37:14 Uhr |
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Kampfmittelsondierung an der Carolabrücke ergibt Verdachtsstellen
Möglicherweise Evakuierung in der Woche ab 9. März erforderlich
Beim Abriss der Carolabrücke im Jahr 2025 wurden mehrere Bombenblindgänger aufgefunden. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen des Planungsprozesses für den Wiederaufbau eine vorsorgliche Untersuchung des künftigen Baufeldes auf die mögliche Kampfmittelbelastung veranlasst worden.
Seit Oktober 2025 laufen die entsprechenden Sondierungsarbeiten durch eine Fachfirma. Dabei wurden insgesamt 31 sogenannte „Störstellen“ in einer Tiefe von zwei bis vier Metern identifiziert. 29 dieser Punkte werden nach fachlicher Bewertung als unkritisch eingestuft. Zwei Ortungen bedürfen jedoch einer weitergehenden Untersuchung, da jeweils der Verdacht auf einen Bombenblindgänger besteht.
Aktueller Stand und zeitlicher Ablauf
Seit Montag, 16. Februar 2026, werden auf den Elbwiesen auf Neustädter Seite zunächst die als unkritisch eingestuften Störstellen geöffnet. Der Arbeitsbereich zwischen Elbe und Elberadweg ist dabei durch einen Bauzaun gesichert. Der Elberadweg sowie die Elbe bleiben uneingeschränkt nutzbar. Der Fortschritt der Arbeiten ist von verschiedenen äußeren Faktoren abhängig. Hierzu zählen insbesondere der Grundwasserpegel sowie die Witterungsbedingungen. Diese können Einfluss auf den zeitlichen Ablauf der Maßnahmen nehmen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte März 2026 andauern.
Im Anschluss – vorbehaltlich eines planmäßigen Verlaufs – sollen ab Montag, 9. März 2026, die beiden besonderen Verdachtspunkte überprüft werden. Hier bestehen begründete Anhaltspunkte, dass es sich um Bombenblindgänger handeln könnte. Wird im Rahmen der Arbeiten tatsächlich ein scharfer Bombenblindgänger aufgefunden, kann in der 11. Kalenderwoche (9. März bis 13. März 2026) eine Entschärfung mit Evakuierung notwendig sein.
Möglicher Evakuierungsbereich
Sollte tatsächlich eine Evakuierung nötig werden, umfasst der Evakuierungsbereich einen Radius von 1.000 Metern um die mutmaßliche Fundstelle am Baufeld des Neustädter Ufers. Davon wären nach derzeitiger Einschätzung rund 18.000 Menschen betroffen. Im möglichen Evakuierungsgebiet befinden sich unter anderem zahlreiche Landesbehörden, Gerichte, polizeiliche Einrichtungen, das Neue Rathaus sowie mehrere Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen.
Stadt informiert online und telefonisch
Die Landeshauptstadt Dresden informiert unter www.dresden.de/bombe sowie über ihre Social-Media-Kanäle zum aktuellen Stand der Maßnahmen. Rückfragen beantwortet die eingerichtete Bürgerinformationshotline unter 0351-4887666 (Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr). Der mögliche Evakuierungsbereich ist bereits vorsorglich im Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden abrufbar. Im Ereignisfall erfolgt die Warnung zusätzlich über das Modulare Warnsystem des Bundes, an welches Warnapps wie NINA angeschlossen sind, sowie über die offiziellen Online- und Social-Media-Kanäle und die regionalen Medien.
Appell zur Vorsorge
Die Landeshauptstadt Dresden bittet alle, die im möglichen Evakuierungsgebiet wohnen und arbeiten, sich insbesondere für die Woche ab 9. März 2026 vorsorglich auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Es wird empfohlen, frühzeitig mit Freunden, Bekannten oder Verwandten abzustimmen, ob im Bedarfsfall eine vorübergehende Unterkunft organisiert werden kann. Im ungünstigsten Fall ist nicht auszuschließen, dass eine Evakuierung länger als 24 Stunden andauert. Für alle Personen, die während des Evakuierungszeitraums keine private Unterbringungsmöglichkeit haben, wird eine Notunterkunft bereitgestellt. Diese soll nach derzeitiger Planung in der Messe Dresden eingerichtet werden.
Zugleich weist die Landeshauptstadt darauf hin, dass trotz insgesamt geringer Wahrscheinlichkeit bereits im Rahmen der laufenden Arbeiten Kampfmittel aufgefunden werden könnten. Sollte in einem solchen Fall eine unmittelbare Entschärfung vor Ort erforderlich sein, kann auch kurzfristig schon vor dem 9. März 2026 eine Evakuierung notwendig werden.
Umfangreiche Informationen zum Thema Evakuierung stehen unter https://www.dresden.de/evakuierung zur Verfügung.
Kampfmittelsondierung auf Altstädter Seite bereits abgeschlossen
Die Sondierungsarbeiten am Elbufer auf der Altstädter Seite wurden bereits Ende 2025 abgeschlossen. Dort wurden mehr als 1.300 Sondierungsbohrungen durchgeführt. Rund 20 bis 30 Störstellen wurden überprüft; Bombenfunde wurden dabei nicht festgestellt.