Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/09/pm_088.php 26.09.2022 15:10:20 Uhr 04.12.2022 20:08:16 Uhr
Meldung vom 26.09.2022

Ab 4. Oktober Denkmalfachtagung im Kulturrathaus

Thema: „Bewahren?! Mosaiken und keramische Wandflächen in der Denkmalpflege“

Vom Dienstag, 4. bis Donnerstag, 6. Oktober 2022 veranstaltet das Amt für Kultur und Denkmalschutz im Kulturrathaus eine Fachtagung, die die im Jahre 2011 begonnene Reihe von Denkmal-Fachtagungen weiterführt. Ziel dieser Tagungen ist es, Fachleuten der Denkmalpflege sowie benachbarter Disziplinen und Berufszweige einen lebendigen und anregenden Erfahrungs- und Ideenaustausch zu einem aktuellen Thema zu ermöglichen und eine Plattform für vielfältige Kontakte auch interdisziplinärer Art bereitzustellen.

Das Thema der diesjährigen, inzwischen fünften Fachtagung lautet „Bewahren?! Mosaiken und keramische Wandflächen in der Denkmalpflege“. Der gleichnamige, im Sandstein Verlag erschiene Tagungsband kann bereits jetzt über den Online-Shop des Verlages und im Buchhandel erworben werden. 
Bereits seit Sonntag, 11. September informiert eine Ausstellung im Kulturrathaus, Königstraße 15, u. a. zur Entstehung, Demontage und Restaurierung des großformatigen Wandmosaiks „Mutter und Kind“ von Siegfried Schade (ehemals Prohlis, Elsterwerdaer Straße 1) und stellt es in den Kontext der Genossenschaft Kunst und Bau. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Freie Akademie Kunst + Bau e. V. und dem Zentrum für Baukultur und ist bis zum Donnerstag, 27. Oktober 2022 (außer an Feiertagen) montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zum Thema: Architekturbezogene Werke bildnerischer und dekorativer Gestaltung finden sich in der Zeit nach 1945 in zahllosen Objekten unterschiedlichster Techniken und Gattungen. Sie stehen in einer langen, komplexen und vielschichtigen kulturgeschichtlichen Tradition und besitzen zugleich ihren konkreten zeitgeschichtlichen Bezug. Sie können rein ästhetische Zeugnisse sein, aber zugleich als Träger unterschiedlichster programmatischer Inhalte fungieren. Der Umgang mit ihnen ist ebenso multipel und variiert aus unterschiedlichsten Gründen zwischen Gleichgültigkeit und Wertschätzung. Viele Zeugnisse genießen mittlerweile Denkmalstatus und stellen ganz besondere Herausforderungen an Eigentümer, Denkmalpfleger und Restauratoren. Neben den diversen Mal­ und Putztechniken stellen Mosaik­ sowie affine keramische Bild­ und Dekorationstechniken eine eigene Werkgruppe dar. Durch ihre gegenüber klimatischen und mechanischen Beanspruchungen vermeintlich resistentere Materialität sind Werke in diesen Techniken für besondere Bauaufgaben – ob architekturgebunden oder den Freiraum mitgestaltend – geeignet. Die Thematisierung soll in exemplarischer Weise eine vertiefende Betrachtung kulturhistorischer, gesellschaftlicher, denkmalfachlicher sowie restauratorischer Fragen ermöglichen. 

Drucken