Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/07/pm_014.php 04.07.2022 13:04:05 Uhr 19.08.2022 00:09:59 Uhr
Meldung vom 04.07.2022

Graffitikonzept der Landeshauptstadt Dresden

Grafik mit den vier Bestandteilen: Entfernen, Gestalten, Verfolgen, Aufklären
Das Konzept besteht aus vier Bestandteilen

In einem Pressetermin heute, Montag, 4. Juli 2022, vor Ort an der Albertbrücke stellte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel das kriminalpräventive Graffitikonzept der Landeshauptstadt Dresden und das weitere Vorgehen gegen illegale Graffiti vor. Der Stadtrat hat in diesem Jahr Mittel in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung gestellt und die Stadtverwaltung beauftragt, illegales Graffiti an städtischen Objekten im 26er-Ring und an den Brücken im Stadtzentrum nachhaltig zu entfernen. Der für Ordnung und Sicherheit zuständige Bürgermeister Detlef Sittel: "Graffiti ist nicht gleich Graffiti. Da aber die illegalen Graffitis zugenommen haben, stellen wir uns als Stadt diesem Problem mit einem ganzheitlichen Ansatz und werden auch intensiver mit der Polizei zusammenarbeiten." 

In der Landeshauptstadt Dresden wurden im Jahr 2020 durch die Polizei 2.142 Straftaten in Zusammenhang mit illegalem Graffiti ermittelt. Im Vergleich zum Jahr 2019 waren dies 365 Fälle mehr und damit ein Zuwachs von 20,5 Prozent. Allein der Landeshauptstadt Dresden entstanden im Jahr 2020 Kosten in Höhe von 86.119,04 EUR durch die Entfernung von illegalem Graffiti. Neben den Brücken an der Elbe ist augenscheinlich die Äußere Neustadt von illegalem Graffiti betroffen. Gleichzeitig hat sich Graffiti aber auch als Kunstform der Urban Art in der Kunstszene Dresdens etabliert. Zahlreiche Graffiti-Projekte werden dabei beispielsweise durch die Stadtbezirksförderung unterstützt. Neben vielen freien Künstlern tragen zahlreiche Initiativen und Vereine dazu bei, Graffiti insbesondere jungen Menschen als legale Ausdrucksform nahezubringen. Aus kriminalpräventiver Perspektive wird dieser Ansatz durch die über das gesamte Stadtgebiet verteilten legalen Sprühflächen (Legal Plains) intensiv unterstützt.   

Um die unterschiedlichen Dimensionen von Graffiti in den Blick zu nehmen, wurde durch den Geschäftsbereich Ordnung und Sicherheit ein kriminalpräventives Graffitikonzept entwickelt. Ziel ist ein ganzheitlicher Ansatz, um legale Graffitikunst einerseits zu fördern und andererseits illegale Graffiti zu bekämpfen. 

Im Mittelpunkt des Pressetermins stand die Beseitigung von Schmierereien am Brückenbogen der Altbertbrücke. Technische Fragen zur Entfernung oder der besonderen Sensibilität von Entfernungen an der Albertbrücke beantwortete Andreas Gruner, Abteilungsleiter Brücken- und Ingenieursbauwerke im Straßen- und Tiefbauamt. Bis 2023 gilt ein Rahmenzeitvertrag mit der Firma DB Services, die für die systematische Entfernung von illegalen Graffiti gewonnen werden konnte.

Drucken