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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/06/pm_064.php 22.06.2022 12:30:39 Uhr 03.07.2022 16:45:04 Uhr
Meldung vom 22.06.2022

Stadtzentrum: Blüherpark Nord und Torhaus neu belebt

Mit europäischen Fördermitteln und Eigenmitteln hat die Landeshauptstadt Dresden den nördlichen Blüherpark neugestalten sowie das benachbarte Torhaus sanieren lassen. 

Nördlicher Blüherpark

Der Blüherpark liegt im Dresdner Stadtzentrum. Der nördliche Teil des Parks schließt sich unmittelbar an den Skaterpark Lingnerallee an und fügt sich zwischen der ehemaligen Robotron-Kantine, dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Gelände des Wochenmarkts an der Lingnerallee ein. Das Architektenbüro Prugger recherchierte zunächst intensiv zur ursprünglichen Parkanlage des 17. Jahrhunderts. Bei Grabungen vor Ort stieß es auf die historischen Wege, deren Führung und Höhenlage die Landschaftsarchitekten rekonstruierten. Die Modellierung des Geländes und die Blickachsen griffen sie wieder auf. Während der Bauzeit von 2020 bis Herbst 2021 ließ das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft 66 neue Bäume und rund 30.000 Blumenzwiebeln pflanzen sowie 2.300 Quadratmeter Parkfläche mit neuen Sträuchern bestücken. Dabei wurden klima- und hitzeresistente Baumarten gewählt. Die Wiesenflächen werden nur noch teilweise gemäht, um den Insekten Lebensraum zu geben. Neue Bänke laden zum Verweilen ein. Schattige Flanierwege verbinden jetzt den Großen Garten mit dem Zentrum. Die Kosten beliefen sich auf eine Million Euro, wovon rund 80 Prozent Fördermittel waren.

Torhaus

Den nördlichen Parkteil erreicht man über das Torhaus, welches das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung von 2018 bis Herbst 2021 grundhaft sanieren ließ. Als eines von ursprünglich zwei Häusern wurde es 1888 am prunkvollen Hauptzugang zum Blüherpark – damals noch nicht geteilt durch das Deutsche Hygiene-Museum und die Robotron-Kantine – im Barockstil erbaut. Nach dem zweiten Weltkrieg ließ die Landeshauptstadt Dresden das rechte Torhaus zugunsten des Kantinengebäudes abreißen. Der verbleibende Bau wurde bis 1990 als Umspannstation genutzt und stand danach leer. In den folgenden Jahren litt das Torhaus unter Vandalismus und einer fehlenden Funktion. Oberstes Ziel der denkmalgerechten Sanierung stellte die Wiedernutzbarmachung dar. So findet sich heute ein kostenfreies niedrigschwelliges Angebot sozialer Arbeit mit Bezug zur Skateranlage: Seit April 2021 betreibt die Treberhilfe e. V. das Torhaus und versorgt interessierte Jugendliche mit Leihausrüstung und Selbstreparaturangeboten für den Rollsport, um Armutsfolgen entgegen zu wirken und soziale Benachteiligung abzuschwächen. Im Erdgeschoss steht eine barrierefreie, öffentliche Toilette kostenfrei zur Verfügung. Die Kosten der Sanierung betrugen 460.000 Euro; etwa 370.000 Euro sind aus Fördermitteln finanziert.

Hintergrund

Das Amt für Stadtplanung und Mobilität, das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft sowie das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung finanzierten die Erneuerung des nördlichen Blüherparks sowie des anliegenden Torhauses mit Geldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die beiden Projekte gehören im Rahmen der Stadterneuerung zum „EFRE-Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt“, dessen Laufzeit von 2014 bis 2020 ging. Die finalen Maßnahmen konnten im Herbst 2021 abgeschlossen werden.

Torhaus: Sanierung Torhaus Lingnerallee | EFRE-GebietJohannstadt - Pirnaische Vorstadt | Landeshauptstadt Dresdens
Blüherpark Nord:  Blüherpark Nord | EFRE-GebietJohannstadt - Pirnaische Vorstadt | Landeshauptstadt Dresden


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