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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/05/pm_047.php 13.05.2022 14:41:23 Uhr 24.05.2022 08:33:23 Uhr
Meldung vom 13.05.2022

Ausstellung zu jüdischem Leben bis 20. Mai verlängert

Foyer Goldene Pforte im Neuen Rathaus: „1.700 Wörter über die Juden von Dresden“

Wegen großen Interesses wird die Ausstellung „1.700 Wörter über die Juden von Dresden“ im Foyer Goldene Pforte des Neuen Rathauses, Rathausplatz 1, bis zum Freitag, 20. Mai 2022 verlängert.

Die Ausstellung, initiiert und gestaltet vom KIW-Gesellschaft e. V., besteht aus einer Serie von 26 Plakaten mit Texten, Zeichnungen und Fotografien, die von der Geschichte und Kultur des jüdischen Lebens in Dresden vom Mittelalter bis heute erzählen. Der Ausstellungstitel wurde inspiriert vom Festjahr-Titel „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ 2021/22. Ursprünglich waren für die Ausstellung nur 17 Plakate mit je 100 Wörtern geplant, also insgesamt tatsächlich 1.700 Wörter. Bei der Recherche-Arbeit kamen allerdings so viele Informationen zusammen, dass 17 Ausstellungstafeln nicht mehr reichten und der Umfang auf 26 erweitert wurde – nur der Ausstellungstitel blieb unverändert. Allein vier Tafeln stellen in Wort und Bild besondere jüdische Persönlichkeiten vor. Begleitet wird die Ausstellung von einer illustrierten Broschüre in drei Sprachen, die das komplette Material enthält und zum kostenlosen Mitnehmen in der Ausstellung ausliegt.

Öffnungszeiten Foyer Goldene Pforte:

  • Mo, Mi, Do 9-15 Uhr
  • Di 9-18 Uhr
  • Fr 9-14 Uhr
  • Der Eintritt ist frei.

Hintergrund

Erstmals gezeigt wurde die Ausstellung „1.700 Wörter über die Juden von Dresden“ im November 2021 im Großen Saal des Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Coronabedingt konnte sie nicht wie geplant am 9. November eröffnet werden. Der 9. November 2021 war als Eröffnungsdatum gewählt worden, weil an diesem Tag die Neue Synagoge Dresden 20 Jahre alt wurde. Dieses Datum erinnert aber auch an die Nacht vom 9. zum 10. November 1938, in der die Nationalsozialisten die Semper-Synagoge und viele andere Synagogen in ganz Deutschland anzündeten – mit diesem Datum begann die Massenverfolgung und -vernichtung der europäischen Juden.  

Der KIW-Gesellschaft e. V. – Gesellschaft für Kultur, Ingenieurwesen und Wissenschaft hatte die Arbeit an der Ausstellung bereits Anfang 2021 begonnen, der Verein war auch Projektträger im Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

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