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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/12/pm_006.php 08.12.2021 10:40:44 Uhr 18.01.2022 10:53:47 Uhr
Meldung vom 01.12.2021

3. Dezember ist Welttag für Menschen mit Behinderungen

Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Manuela Scharf zur Situation

Am 3. Dezember ist der jährliche Welttag für Menschen mit Behinderungen. Manuela Scharf, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Dresden, möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, um auf die Bedürfnisse dieser Menschen gerade in der aktuellen Pandemie-Lage aufmerksam zu machen: „Die Anrufe und E-Mails nehmen aktuell wieder zu. Menschen mit Behinderungen fragen bei uns nach, wie sie zu einem Termin für die Booster-Impfung kommen oder in ein Testzentrum."

Die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Dresden, Manuela Scharf, ist Ansprechpartnerin für die Dresdnerinnen und Dresdner, die mit Behinderungen leben. Zugleich vertritt sie deren Interessen in der Stadtverwaltung. Dazu erläutert sie: „Ich sehe mit Sorge, dass wieder die Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen abgesagt werden mussten. Es gibt keine digitale Alternative, weil die rechtliche Grundlage dafür fehlt. Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, dieses Gremium aktiv in die aktuellen Entwicklungen einzubeziehen."
„Nichts ohne uns über uns“ ist ein wichtiger Grundsatz der UN-Behindertenrechtskonvention. Jedoch werden Menschen mit Behinderungen aufgrund ihres im Durchschnitt höheren Risikos an Corona zu erkranken als Vorsichtsmaßnahme stärker als andere Bevölkerungsgruppen isoliert und geschützt. Manuela Scharf dazu: „Gegenüber dem Beginn der Pandemie hat sich schon vieles positiv entwickelt. Die Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden zum größten Teil bei neuen Verordnungen einbezogen und berücksichtigt. Assistenzen in Schule oder der Häuslichkeit werden fortgeführt und ermöglicht. Dennoch ist es noch nicht Normalität geworden, dass Menschen mit Behinderungen selbst in den entsprechenden Arbeitsgruppen und Gremien sitzen, die Verordnungen und Regelungen für diese Zielgruppe beschließen. Der 3. Dezember ist ein guter Tag, um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Menschen in Entscheidungen integriert werden – frei nach dem Grundsatz: Nichts ohne sie über sie.“

Kontakt

Beauftragte für Menschen mit Behinderungen

Manuela Scharf


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