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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/07/pm_095.php 02.08.2021 14:21:58 Uhr 28.09.2021 19:11:57 Uhr
Meldung vom 28.07.2021

Corona: Den Sommer für Impfungen nutzen

Menschen in häuslicher Pflege nicht vergessen

Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann appelliert an die Dresdnerinnen und Dresdener: „Lassen Sie sich impfen! Wir sollten die Sommermonate dafür nutzen, denn jetzt ist genug Impfstoff für alle da. Für viele stehen in den Sommerferien Reisen an, der Herbst rückt näher und die Delta-Variante breitet sich weiter aus. Wir sollten jetzt aktiv werden und auch an die Kinder denken, die nicht durch eine Impfung geschützt werden können.“ So ist es seit kurzem beispielsweise möglich, sich im Dresdner Testzentrum täglich bis 17 Uhr ohne Termin impfen zu lassen. Auch die Stadtverwaltung hat eine Vielzahl von Impfaktionen an unterschiedlichen Orten geplant. Die Termine sind unter www.dresden.de/corona aufgelistet.

Das Robert Koch-Institut hat seine aktuelle Prognose veröffentlicht, nach der über 85 Prozent der Zwölf- bis 59-jährigen Bevölkerung und 90 Prozent der Senioren durch eine Impfung geschützt sein müssen, um das Virus im Herbst in Schach zu halten. „Wir alle sollten für uns abwägen, was wir wollen: erneut strengere Maßnahmen und Schließungen oder eine Vermeidung dessen. Das Argument vieler, die Skepsis gegenüber der Impfung haben, was die Langzeitfolgen anbelangt, sollten sich auch bewusstmachen, dass wir nicht wissen, was Corona langfristig mit uns macht“, so Dr. Kaufmann. „Wir sollten uns durch die niedrigen Fallzahlen nicht in Sicherheit wiegen. In Dresden ist die Delta-Variante mittlerweile die vorherrschende Variante.“

Um sicher durch den Sommer zu kommen, ist es weiterhin wichtig, die Corona-Regeln zu befolgen: Hygiene, Abstand halten, Maske tragen, Zimmer gut lüften und regelmäßige Covid-Tests. „In Dresden gibt es ausreichend Testmöglichkeiten. Jeder kann sich regelmäßig testen lassen“, so die Gesundheitsbürgermeisterin.

Immer noch Impflücken bei Pflegebedürftigen

Auch wenn viele ältere Menschen ihre Corona-Impfung bereits erhalten haben: Es gibt noch reichlich Impflücken bei Menschen, die zu Hause gepflegt werden. Kommt niemand zum Impfen in die Wohnung, bleiben sie ungeimpft. Durch Vorerkrankungen und Handicaps ist das Risiko nach wie vor hoch, an Corona schwer zu erkranken. Das Argument, dass die Patienten nicht mehr nach draußen können und somit das Ansteckungsrisiko gering sei, ist falsch. Denn das Virus kann unbeabsichtigt in die Häuslichkeit kommen: durch pflegende Angehörige, ambulante Pflegedienste, Einkaufshelfer oder ähnliche unterstützende Personen sowie Besucher und Nachbarn – auch wenn alle geimpft wären.

Der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Bauer plädiert daher dafür: „Angehörige und nahestehende Personen sollten auf die behandelnden Ärzte zugehen, wenn Pflegebedürftige noch nicht geimpft sind. Auch die Wohlfahrtsverbände wie das DRK kann man ins Boot holen. Mobile Impfteams könnten hier helfen.“ Gibt es Schwierigkeiten oder benötigen Angehörige diesbezüglich Hilfe, besteht das Angebot der Sächsischen Landesärztekammer. Der Kontakt kann über die Telefonnummer 0351-8267311 oder die E-Mail-Adresse corona@slaek.de hergestellt werden.

Corona-Hotline jetzt mit elektronischem Sprachassistenten

Weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Corona-Hotline seit Kurzem am Wochenende keinen Dienst am Telefon mehr haben, wurde ein elektronischer Sprachassistent eingeführt, der auch außerhalb der Sprechzeiten zu den gängigen Themen kurze Antworten geben kann. Dresden gehört mit der Einführung der Spracherkennungssoftware „CovBot“ zu den zwanzig Gesundheitsämtern deutschlandweit, die an diesem Projekt der Charité Berlin teilnehmen.

Dashboard wird nur noch von Montag bis Freitag aktualisiert

Ab sofort aktualisiert das Dresdner Gesundheitsamt nur noch von Montag bis Freitag das Corona-Dashboard unter www.dresden.de/Corona. Die Fallzahlen werden aber weiterhin von Montag bis Sonnabend an die Landesuntersuchungsanstalt gemeldet, diese gibt die Zahlen an das RKI weiter. Montags folgt die Nachmeldung der Zahlen vom Sonntag. Das geht auf eine geänderte Absprache des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit den Gesundheitsämtern im Freistaat zurück.

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