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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/07/pm_090.php 29.07.2021 15:58:14 Uhr 28.09.2021 19:07:34 Uhr
Meldung vom 26.07.2021

Danke - Einsatzkräfte aus Rheinland-Pfalz zurück

Die 123 Einsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaft Dresden haben mit hohem persönlichen Einsatz und einer beispielhaften Motivation gezeigt, dass Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in der Landeshauptstadt Dresden sofort zur Stelle sind und professionell schnelle Hilfe leisten können.

Detlef Sittel, Erster Bürgermeister: „Einmal mehr hat sich gezeigt, dass ohne ein funktionierendes Ehrenamt eine flächendeckende Gefahrenabwehr nicht möglich ist. Dafür gebührt unser Dank. Nicht zu vergessen sind auch die Familien und Arbeitgebenden der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, welche den notwendigen Rückhalt geben, um sich voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren zu können. Die Bilder, Eindrücke und Berichte aus den Katastrophengebieten, die uns seit der letzten Woche auch in Dresden erreichen, sind erschütternd und bewegend zugleich. Sie aktivieren Erinnerungen an die Ereignisse der Hochwasser in der Landeshauptstadt Dresden in den zurückliegenden Jahren. Untrennbar damit verbunden ist die grenzenlose Solidarität und Hilfsbereitschaft zahlloser Menschen, die nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sondern insbesondere auch die Einsatzkräfte in dieser Zeit erreichte. Bis heute sind wir dafür dankbar und möchten diese Hilfe natürlich auch zurückgeben.“

Die Menschen vom Deutschem Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Malteser Hilfsdienst e. V., Falck Notfallrettung und Katastrophenschutz gGmbH, den Stadtteilfeuerwehren und der Berufsfeuerwehr hatten sich kurzfristig und freiwillig gemeldet, um so schnell wie möglich nach Rheinland-Pfalz aufzubrechen. Am Dienstag, 20. Juli, 7:33 Uhr gab es den Alarmbefehl. 12 Uhr starteten 33 Fahrzeuge mit Besatzung an den Nürburgring. Die Kräfte waren 48 Stunden im Einsatz. Sie unterstützten beim Feuerwehr-Grundschutzes in den Gemeinden Schuld und Ahrweiler, beim Beräumen von Schutt und Geröll oder beim Auspumpen verschlammter Keller. Dabei war das Arbeiten teilweise nur mit schwerem Atemschutz möglich. Die Versorgungstruppe bereitete Abendessen und die Sanitäter versorgten die Bevölkerung in und um Ahrweiler.

Die Kräfte kehrten am Freitag, 23. Juli zurück nach Dresden. Um 23:50 Uhr meldete der Direktionsdienst „Einsatzende“. Am Sonnabend, 24. Juli mussten, mit hohem personellen Aufwand, Fahrzeuge und Geräte überprüft und gereinigt werden. Nur so war die Einsatzbereitschaft wieder vollends hergestellt.
Für die Feuerwehr Dresden war es der erste Einsatz dieser Art. Binnen weniger Stunden wurde eine Kräfte- und Mittelplanung auf den Weg gebracht. Die Arbeiten vor Ort waren von Solidarität und tiefer Dankbarkeit der Bevölkerung und den örtlichen Einsatzkräften begleitet. Er war und ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung.

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