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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/07/pm_083.php 28.07.2021 13:22:56 Uhr 28.09.2021 18:29:26 Uhr
Meldung vom 23.07.2021

Dresden wird Modellstadt für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Landeshauptstadt Dresden will das Thema Nachhaltigkeit fest im Bildungsbereich verankern – von der Kita bis zum lebenslangen Lernen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterzeichnete dafür am Donnerstag, 1. Juli 2021, eine Kooperationsvereinbarung mit dem BNE-Kompetenzzentrum in Halle. Das BNE-Kompetenzzentrum wird die Stadt dabei unterstützen, vorhandene Angebote der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Stadt besser sichtbar und auffindbar zu machen. Zudem soll die BNE-Bildungslandschaft in Dresden weiterentwickelt werden. Dafür müssen die Angebote strategisch aufeinander ausgerichtet und langfristig geplant werden. Auch gilt es, Anbieter einzubinden und miteinander zu vernetzen. Bei diesem Prozess begleitet das BNE-Kompetenzzentrum nun die Landeshauptstadt Dresden.

„Dafür werden Akteurinnen und Akteure aus der Verwaltung, dem Bildungsbereich und gesellschaftlichen Initiativen sowie aus bestehenden Netzwerken und Gremien der Bürgerbeteiligung zusammenkommen. Gemeinsam wollen wir Dresden als einen Bildungsstandort weiterentwickeln, an dem allen Menschen eine gute Bildung zu den verschiedenen Themen der Nachhaltigkeit geboten wird“, erläutert Dr. Jörg Eulenberger, Verbundkoordinator des BNE-Kompetenzzentrums.

Was ist BNE und warum ist das Dresden so wichtig?

Das Konzept Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf der Idee, dass jeder Mensch Nachhaltigkeit beziehungsweise nachhaltiges Verhalten erlernen und sein Handeln daran ausrichten kann. Etwa: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen in meiner Stadt oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? Oder was können wir gegen Armut tun? Um einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen, müssen möglichst viele Menschen nötiges Wissen erwerben und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit in verschiedenen Lebensbereichen entwickeln. Das geht über die Schul- und Ausbildung weit hinaus: BNE kann zum Beispiel in der Kita, in Volkshochschulkursen, in Schulgärten, auf Lehrpfaden, bei einem Filmfestival oder Angeboten von Nachhaltigkeitsinitiativen vermittelt werden.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert betont: „Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt uns dabei, unser Leben in Dresden nachhaltiger auszurichten – als Beitrag zum Klimaschutz, aber auch unter wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten. Schon vor Jahren hat die Landeshauptstadt Dresden den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung eingeschlagen. Wir sind seit 2015 ‚Zukunftsstadt‘ und seit 2017 eine ‚Fairtrade Town‘. Seit Januar 2020 arbeiten wir mit dem Projekt ‚Koordination kommunaler Entwicklungspolitik‘ daran, eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Landeshauptstadt Dresden zu entwickeln.“ Klar ist für Hilbert aber auch: „Die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt liegt nicht nur in der Verantwortung von Politik und Verwaltung. Auch die Dresdnerinnen und Dresdner sind hier gefragt.“

Das gemeinsame Vorhaben von der Landeshauptstadt Dresden und dem BNE-Kompetenzzentrum in Halle wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „BNE-Kompetenzagentur Kommunen" gefördert. Das Schulverwaltungsamt übernimmt seitens der Landeshauptstadt Dresden die Projektleitung. Um Bildung und Nachhaltigkeit in Dresden zusammenzubringen, gibt es auch in der Stadtverwaltung verschiedene Anknüpfungspunkte. Unter anderem lässt sich das etablierte Bildungsmonitoring der Stadtverwaltung zur Erfassung von BNE weiterentwickeln; der Bildungsbericht und der Themenstadtplan können BNE-Angebote für alle sichtbar machen.

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