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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/06/pm_117.php 13.07.2021 09:28:03 Uhr 02.12.2021 08:16:04 Uhr
Meldung vom 29.06.2021

Mikroelektronikstandort Dresden wächst – Bedarf an Technologiezentren steigt

Stadt schafft weitere 25.000 Quadratmeter Flächen für Startups

Große Nachfrage nach Gewerbeflächen für Gründer in Dresden: Seit 2019 hat die Landeshauptstadt mit dem DGH Gewerbehof Freiberger Straße, dem Nanocenter in Klotzsche und den Universellen Werken an der Zwickauer Straße rund 15.000 Quadratmeter neue Flächen für Startups geschaffen. Auf den insgesamt gut 65.500 Quadratmetern an acht Standorten mit städtischer Beteiligung beträgt die durchschnittliche Auslastung nunmehr 98 Prozent. Diese sehr gute Entwicklung hat jedoch einen Haken: Für aufstrebende Jungunternehmen wird es zunehmend schwieriger, bezahlbare Flächen für Forschung, Entwicklung und Produktion zu finden.

Mit Unterstützung des Amtes für Wirtschaftsförderung sucht beispielsweise die Firma Indie Semiconductor gerade 100 Quadratmeter Laborfläche, drei Angebote werden derzeit geprüft. Amtsleiter Dr. Robert Franke: „Gerade im Bereich Hochtechnologie erleben wir ein sehr dynamisches Wachstum und steigende Nachfrage. Wir sind stark gefordert, unsere Bauvorhaben hier zu beschleunigen und zu erweitern.“ Fertiggestellt werden sollen in den kommenden drei Jahren der zweite Bauabschnitt im Gewerbehof Freiberger Straße, die Schalterhalle 9 im Kraftwerk Mitte und eine Erweiterung am Technologiezentrum Gostritzer Straße. Auf den Weg gebracht werden soll zudem ein weiteres Biotechnologiezentrum. Zusammen mit dem nächsten Riegel der Universellen Werke kommen damit rund 25.000 Quadratmeter Fläche hinzu. „Wir wollen uns als Europas führender Hochtechnologiestandort etablieren. Das erfordert zwingend auch Räume zur Entfaltung, dazu gehören auch Laborflächen. Wir müssen beständig eigene Immobilien entwickeln und gleichzeitig Partnerschaften mit privaten Akteuren vorantreiben“, so Franke.

Klaus Hermann hat 2020 den Halbleiterspezialisten Indie Semiconductor Germany GmbH gegründet und ist seither auf 18 Mitarbeiter gewachsen; mit der großen Nachfrage aus dem Automobilbereich sollen es demnächst bis zu 50 sein: „Dresdens einzigartiges Netz aus Hochschulen, Instituten und Industriegrößen, integriert im Mikroelektronik-Cluster Silicon Saxony, ist ein hervorragendes Umfeld für Hochtechnologie-Startups. Die Verfügbarkeit hervorragender Ingenieure und Physiker gab letztlich den Ausschlag für unsere Standortentscheidung in dieser wunderschönen Stadt mit ihrer landschaftlich und kulturhistorisch einmaligen Umgebung. Mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Flächen muss sich in der Stadt aber etwas tun, wenn man das hier vorhandene Potential vor der Abwanderung bewahren will“, so Hermann.

Einer der privatwirtschaftlichen Akteure ist der Dresdner Softwareunternehmen Robotron, das mit seinem eigenen Gründerzentrum „RoboLAB“ auch Indie Semiconductor während der Gründungsphase beherbergte. Geschäftsführer Ulf Heinemann: „Mit unserer IT-Gründerschmiede wollen wir Freiräume für Innovation und Gründergeist schaffen. Unser Ziel ist es, junge Technologiestartups in der Landeshauptstadt zu halten und durch den direkten Austausch mit unseren IT-Experten zukunftsweisende Forschungsvorhaben und Geschäftsmodelle zu ermöglichen.“

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