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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/06/pm_073.php 24.06.2021 14:43:44 Uhr 26.07.2021 19:40:14 Uhr
Meldung vom 18.06.2021

Herausforderungen in den Dresdner Stadtteilen begegnen

Klausur der Führungskräfte in Cottbus

Die Stadtteile in Dresden haben sich in den vergangenen Jahren teils sehr unterschiedlich entwickelt. Dabei zeichnet sich ab, dass in bestimmten Bereichen die Herausforderungen größer sind, als in anderen Gegenden der Stadt. In einer Klausur am Montag und Dienstag, 21. und 22. Juni 2021, werden sich Oberbürgermeister Dirk Hilbert, die Beigeordneten, die Amts- und Eigenbetriebsleitungen und die Beauftragten in Cottbus erstmals gemeinsam mit diesem Thema beschäftigten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Natürlich sind wir uns in der Verwaltung der Unterschiede in Einkommen, Wohnverhältnissen und sozialer Zusammensetzung der Bevölkerung in den Stadtteilen sehr bewusst und berücksichtigen dies bereits in unseren einzelnen Fachplanungen der Geschäftsbereiche. In anderen deutschen Städten sind die Unterschiede zwischen den Wohnquartieren deutlich größer, als bei uns. Um frühzeitig negative Entwicklungen zu erkennen und um effektiv gegenzusteuern, werden wir das Thema Stadtteile noch stärker in den Fokus unserer Arbeit rücken. Die Klausur ist ein Auftakt für diese ganzheitliche Herangehensweise und soll schon erste konkrete Schritte formulieren.“

Einen thematischen Einstieg bilden Vorträge von Stadtbezirksamtsleiter Altstadt, Andre Barth, Stadtbezirksamtsleiter Prohlis, Jörg Lämmerhirt und Stadtbezirksamtsleiterin Cotta, Irina Brauner, die jeweils einen Impuls zu den Stadtteilen geben. Der erste Tag schließt mit einem Beitrag des Cottbuser Oberbürgermeisters Holger Kelch und einem Praxis-Vortrag von Dr. Stefanie Kaygusuz-Schurmann, Fachbereichsleiterin Bildung und Integration, Stadt Cottbus. Am zweiten Veranstaltungstag wird es einen externen wissenschaftsbasierten Vortrag zu Großsiedlungen durch Dr. Bernd Hunger, Vorstand vom Kompetenzzentrum Großsiedlungen e. V., geben.

Indikatoren für besondere Herausforderungen in Stadtteilen sind zum Beispiel die Beschwerdelage von Anwohnerinnen und Anwohnern, die Kriminalitätsstatistik, die Arbeitslosigkeit oder die Zahl der Menschen, die soziale Leistungen in Anspruch nehmen.

Hilbert: „Schon in den vergangenen Jahren haben wir hier stetig Maßnahmen für die Entwicklung der Stadtteile ergriffen. Zu nennen wäre die Entscheidung zum neuen Stadtteilhaus in Johannstadt oder die städtische Bildungsstrategie, mit einer Förderung von 7,5 Millionen Euro pro Jahr an ausgewählte Kitas. Oder die umfangreichen Maßnahmen der Stadterneuerung unter Einsatz von Eigenmitteln und Städtebaufördermitteln, insgesamt Investitionen von circa 117,6 Millionen Euro seit 1992 bis heute. Auch der Beschluss des Stadtrates, die Fusion zwischen Vonovia und der Deutschen Wohnen zu prüfen und bestimmte Optionen (u. a. Ankauf von Wohnungen bzw. Grundstücken von der Vonovia) aktiv zu verhandeln, lässt sich in diesen Kontext einordnen. Bei der Entwicklung der Stadtteile sind die Akteure vor Ort unverzichtbare Partner. Es geht darum, Entwicklungen in den Stadtteilen nicht einfach geschehen zu lassen, sondern diese bewusst mit allen Instrumenten zu steuern. Dazu gehört die Stadtentwicklung, genauso wie die Stadtbezirksämter, der Sozialbereich, die Kultur, Ordnung und Sicherheit oder der Sport. Genau für diese Vernetzung macht eine Klausur mit allen Führungskräften auch Sinn.“

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