Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/06/pm_055.php 18.06.2021 08:55:58 Uhr 26.07.2021 18:23:03 Uhr
Meldung vom 14.06.2021

Carolabrücke: Erster Brückenzug ist fertig

Am Montag, 21. Juni 2021, wird der fertig sanierte Teil der Carolabrücke freigegeben. Die Sanierung des von der Altstädter Seite aus gesehen rechten Brückenzuges startete im November 2019. Die Arbeiten führte das Straßen- und Tiefbauamt in zwei Bauabschnitten durch, um den Verkehrsfluss über die Brücke aufrechtzuerhalten – sowohl für Kraftfahrzeuge als auch Radfahrer und Fußgänger.

Die Kosten der Sanierung dieses Abschnittes (A) betragen rund 5,7 Millionen Euro. Die Sanierung des zweiten Abschnittes (B) ist in Planung. Vorgesehen ist ein Sanierungszeitraum von Oktober 2022 bis Dezember 2023. Die Sanierung des dritten und letzten Abschnittes befindet sich in der Vorplanungsphase. Mit einem Bau ist 2024 zu rechnen.

Nach Abbruch der alten Brückenkappen versetzte man neue Betonfertigteile als Fuß- und Radweg. Der Einsatz einer neuartigen Bewehrung aus Carbon bzw. Basalt ermöglichte es, die Brücke um 65 Zentimeter zu verbreitern. Im Gegensatz zur üblichen Eisenbewehrung genügt für das neue Material eine geringere Betonüberdeckung, da es nicht rostet. Das daraus resultierende geringere Gewicht ermöglicht die Verbreiterung. Auch eine längere Haltbarkeit mit geringerer Rissbildung wird erwartet.

Carbon- und Basaltbewehrungen kommen hier erstmals beim Sanieren einer Großbrücke zum Einsatz. Wertvolle Erfahrungen für künftige Projekte werden so gesammelt. Bisher sind keine Schäden an den neuen Materialien festzustellen.

Die Brücke erhielt eine neue Abdichtung und neuen Fahrbahnbelag, neue Geländer sowie neue Leuchten. Diese sind Nachbildungen der Vorgänger, die wegen ihres schlechten Zustandes nicht wiederverwendet werden konnten. Schadstellen im Brückeninneren wurden saniert und die Brückenentwässerung instandgesetzt.

Die Sanierung verlief nicht ganz ohne Rückschläge: Nach Abbruch des alten Brückenrands stellte sich heraus, dass eine Ausgleichsschicht nötigt ist, bevor neue Betonteile verlegt werden konnten. Auch das Wetter spielte nicht immer mit: Sowohl extrem hohe Sommertemperaturen als auch zu kalte Temperaturen und Schnee erschwerten die Arbeiten mit Beton für die Kappen und Epoxidharz für die Abdichtung.

Drucken