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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/12/pm_006.php 04.12.2020 11:42:48 Uhr 21.01.2021 09:36:44 Uhr
Meldung vom 01.12.2020

Welche Corona-Zahlen sind relevant für die aktuellen Einschränkungen?

RKI-Inzidenz ist Grundlage für Allgemeinverfügung – aktuelle Zahlen der Stadt ergänzen das Lagebild

Die Stadtverwaltung setzt bei der Darstellung der Corona-Situation in Dresden auf größtmögliche Transparenz und Aktualität. Obwohl die städtische Allgemeinverfügung vom 1. Dezember 2020 aufgrund der Vorgaben des Freistaates Sachsen auf den tagesaktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) abstellt, veröffentlicht das Gesundheitsamt weiterhin auch die direkt gemeldeten aktuellen Fallzahlen und Inzidenzen. Damit gibt es unter www.dresden.de/corona nun zwei Werte, die das Infektionsgeschehen abbilden.

„Uns ist bewusst, dass sich die Zahlen unterscheiden“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Bauer. Es gibt unterschiedliche Zeitpunkte, an denen die lokalen Gesundheitsämter Daten auf Landesebene weitergeben, wo sie anschließend gesammelt dem RKI gemeldet werden. „Bei einem solch dynamischen Infektionsgeschehen, wie wir es jetzt nicht nur in Dresden haben, sind Abweichungen allein durch die zeitlichen Abläufe nicht zu vermeiden. Die Zahlen sind ständig im Fluss und können nie auf allen Ebenen identisch sein. Dennoch ist wichtig zu betonen, dass es deshalb keine richtigen oder falschen Zahlen oder unterschiedliche Bewertungen der Lage gibt: Die Infektionszahlen sind eindeutig zu hoch und deshalb sind Maßnahmen erforderlich, um sie wieder zu senken.“

Aktuelle Maßnahmen erfolgen auf Basis des Lageberichts des Robert-Koch-Instituts (RKI)

Unter www.dresden.de/corona wird ab heute im Abschnitt „Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt Dresden“ der für diese Regelungen entscheidende Inzidenzwert des RKI angezeigt. Damit sehen die Dresdnerinnen und Dresdner auf einen Blick, welche Maßnahmen aktuell in Kraft sind. Verschärfte Regelungen gelten ab fünf Tagen ununterbrochener Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Weitere Maßnahmen greifen dann, sobald der Wert für an fünf aufeinanderfolgende Tage die Marke von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Vertiefende Informationen liefert städtisches Dashboard

Im Abschnitt „Zahlen und Daten“ gibt es das Corona-Dashboard wie bisher. Hier veröffentlicht das Gesundheitsamt gegen Mittag aktuelle Daten nicht nur zur 7-Tages-Inzidenz, sondern auch zu Krankenhauseinweisungen, Sterbefällen oder einer Schätzung der Genesenen. Im Vergleich zu den Daten des RKI sind diese aktueller. Jedoch gilt auch hier: Mit den stark steigenden Zahlen ist es nicht mehr möglich, alle Fälle taggleich in das System zu überführen. Das Gesundheitsamt benötigt mehr Zeit, um die Kontaktpersonen zu ermitteln und die Quarantäne zu sichern. Die Erfassung im System und damit die Überführung in die Statistik erfolgen erst nach Abschluss dieser wichtigen Schutzmaßnahmen und damit teils verzögert. Die Daten werden aber, zur transparenten Abbildung der realen Situation, auch rückwirkend immer den konkreten Tagen zugeordnet. Das Dashboard enthält umfangreiche Erläuterungen, wie die Daten erfasst werden und wie sie zu verstehen sind.

Darüber hinaus stellt die Landeshauptstadt Dresden die Zahlen auch im städtischen Open Data Portal unter opendata.dresden.de zur freien Verfügung.

Wie funktionieren die Meldewege?

Gemäß § 6 und 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) melden Ärzte und Labore die COVID-19-Fälle zunächst an die Gesundheitsämter. Von dort sollten nach Ermittlung die Dateneingabe und Übermittlung gemäß § 11 IfSG an die zuständige Landesstelle (Landesuntersuchungsanstalt Sachsen) binnen einer gesetzlichen, werktäglichen Frist von 24 Stunden erfolgen. Im Rahmen der Pandemie wurden die Gesundheitsämter und Landesstellen aufgefordert, täglich zu übermitteln.

An der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) werden die Daten werktäglich dreimal eingelesen und an das Robert Koch-Institut (RKI weitergeleitet: morgens, zum vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) festgelegten Stichtermin (montags bis freitags 12.30 Uhr) sowie vor Dienstschluss. An Wochenenden und Feiertagen werden die bis dahin jeweils eingegangenen Meldungen nachmittags durch die LUA eingelesen und übermittelt.

Grundlage für die Veröffentlichungen des RKI im Dashboard sind die Zahlen, die dem RKI zum Stichzeitpunkt (0.00 Uhr) vorliegen.

Die Meldezahlen sind also ständig im Fluss und verändern sich stetig. Auf den verschiedenen Ebenen können sie deshalb derzeit nie identisch sein. Die aktuellsten Zahlen werden immer im Stadt- bzw. Landkreis vorliegen.

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