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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/10/pm_072.php 20.10.2020 10:25:12 Uhr 06.12.2021 19:20:41 Uhr
Meldung vom 20.10.2020

Frist für Glasfasernetz-Anschluss endet am 17. November

Breitbandausbau in Dresden mit Förderung von Bund und Land

Seit dem 17. August 2020 besteht die Möglichkeit, für durch die Landeshauptstadt Dresden identifizierte unterversorgte Adressen einen Grundstücksnutzungsvertrag mit der Projektpartnerin Vodafone GmbH abzuschließen. Nur über einen solchen Vertrag erhalten die jeweiligen Grundstückseigentümer einen kostenlosen Glasfaseranschluss im eigenen Haus. Am 17. November 2020 endet die Möglichkeit zur Vertragsunterschrift.

Seit Mitte Juli informierten Vertreter der Landeshauptstadt und der Vodafone GmbH in zahlreichen Bürgerversammlungen über das Projekt. Sie erläuterten, wie die begünstigten Adressen identifiziert wurden. Was die Grundstückeigentümer tun müssen, um in den Genuss eines geförderten oder auch eines durch die Vodafone finanzierten Anschlusses zu kommen, stellten sie ebenso dar. „Ich habe persönlich alle Adressen, die in den Genuss eines öffentlich geförderten oder eines Miterschließungsanschlusses auf Rechnung der Vodafone kommen können, angeschrieben“, so der für das Projekt zuständige Chief Information Officer (CIO) der LHD, Bürgermeister Dr. Peter Lames. „Zwei Drittel der so genannten Vermarktungsphase sind vorbei,“ so Peter Lames weiter. „Dennoch ist erst ein Drittel der insgesamt möglichen etwa 3.000 Glasfaseranschlüsse beauftragt. Ich kann die anderen Begünstigten nur dringend bitten, sich mit der Chance zu beschäftigen, Glasfaseranschlüsse zu erhalten. Immerhin sind diese tatsächlich kostenlos für die begünstigten Grundstückseigentümer. Gleichzeitig fördert die öffentliche Hand das Projekt mit mehr als 20 Millionen Euro,“ gibt der auch für Finanzen zuständige Bürgermeister zu bedenken. Zahlreiche weitere Kommunikationsmaßnahmen, zum Beispiel Plakatierungen und persönliche Kontaktaufnahmeversuche durch Berater vor Ort, erfolgen noch bis zum 17. November, um die Grundstückseigentümer zu erreichen und zu informieren.

Mit dem zweijährigen Netzausbau werden unterversorgte Adressen, so genannte „Weiße Flecken“, mit knapp 3.000 Haushalten, Unternehmen und Institutionen an ein hochmodernes Glasfasernetz angeschlossen.
Als unterversorgt gilt eine Adresse gemäß Bundesförderrichtlinie, wenn nicht mindestens 30 Mbit/s Bandbreite am Anschluss technisch möglich sind und keine Ausbauzusage eines Telekommunikationsunternehmens für den Nahbereich, also ein Marktversagen, vorliegt.

Umfangreiche öffentliche Förderung für kostenlose Netzanschlüsse

Gefördert wird das Projekt vom Bund, Freistaates Sachsen und aus dem Haushalt der Landeshauptstadt Dresden mit rund 21,1 Mio. Euro. Im Mai 2019 entschied der Ausschuss für Wirtschaftsförderung über die Vergabe aller vier Gebietslose in Dresden an die Vodafone GmbH.

Der Ausbauschwerpunkt liegt in den Ortschaften Dresdens. Durchschnittlich 2.500 Euro pro Glasfaser-Anschluss können die Grundstückseigentümer mit einem Anschluss innerhalb des Projektes sparen. Telekommunikationsverträge für die geförderten Anschlüsse können in freier Wahl mit jedem Telekommunikationsunternehmen, das einen solchen Glasfaservertrag für diese Adresse anbietet, abgeschlossen werden. Zum Vertragsablauf sind sie auch wieder kündbar.

Nach dem 17. November 2020 beantragte Anschlüsse innerhalb des Projektes würden Umplanungen, Störungen im Ausbau und zusätzliche Tiefbaukapazitäten nach sich ziehen. Sie wären nicht mehr kostenlos oder gar nicht mehr umsetzbar.

Ob das eigene Grundstück vom Projekt profitieren kann sowie weitere Fragen beantwortet die Vodafone über ihre Homepage vodafone.de/dresden.

Glasfaser ist DSL deutlich überlegen

Bisherige weit verbreitete VDSL-Anschlüsse auf Kupfer-Basis bieten Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 100 Megabit pro Sekunde. Entscheidend ist dafür die Länge der Kupfer-Leitung. Glasfaser ist mehr als 10mal leistungsfähiger als der schnellste VDSL-Anschluss. Das wirkt sich zum Beispiel auch positiv auf die Streaming-Qualität beispielsweise von HD-Filmen und Sport-Übertragungen aus.
Glasfaser ist im Vergleich zum Kupferkabel weit weniger anfällig gegen äußere Störfaktoren und garantiert eine deutlich zuverlässigere Übertragungsqualität bis in den Gigabit-Bereich hinein.

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