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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/08/pm_026.php 20.08.2020 10:44:02 Uhr 29.09.2020 15:46:48 Uhr
Meldung vom 13.08.2020

Landeshauptstadt sagt Dresdner Herbstmarkt ab

Der für den 11. September bis 4. Oktober 2020 geplante Dresdner Herbstmarkt muss in diesem Jahr pandemiebedingt abgesagt werden. „Angesichts der täglich gegenwärtigen Corona-Situation müssen wir hier äußerst sensibel bleiben. Deshalb hat sich die Stadt entschieden, zum Schutz der Gesundheit aller, auf die Durchführung des Herbstmarktes zu verzichten“, so Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und verantwortlich für das Marktwesen in Dresden.

Im Gegensatz zu den Wochenmärkten, gibt es aktuell kaum Möglichkeiten, den Anspruch an den besonderen Marktcharakter ohne erheblichen Mehraufwand mit zur Zeit geltenden gesetzlichen Regelungen in Einklang zu bringen. Während Wochenmärkte der Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger dienen, ist der Dresdner Herbstmarkt – u. a. mit Marktbühne und Eventprogramm, Riesenrad und Kinderkarussell sowie einladenden Verweilflächen – ein Spezialmarkt. Von der Absage direkt betroffen sind rund 90 Händlerinnen und Händler.

Wie ist die rechtliche Lage konkret?

Auf Grund der Corona-Pandemie bedingten aktuellen Situation und der diesbezüglich getroffenen Regelungen in § 5 SächsCoronaSchVO in Verbindung mit der Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie ist eine uneingeschränkte Durchführung des Herbstmarktes in diesem Jahr untersagt. Die Durchführung von Großveranstaltungen ist ab dem 1. September bis zum 31. Oktober 2020 nur gestattet, sofern eine datenschutzkonforme und datensparsame Kontaktnachverfolgung nach § 7 Absatz 1 Satz 4 bis 7 möglich ist und die Hygieneregelungen eingehalten werden (§5 Satz 2. SächsCoronaSchVO). Die Regelung findet auf dem Herbstmarkt Anwendung, da sich mehr als 1.000 Personen in räumlich zeitlicher Hinsicht auf dem Herbstmarkt voraussichtlich aufhalten werden. Die Gewährleistung einer Kontaktverfolgung im Sinne der SächsCoronaSchVO ist nicht gegeben. Hinzu tritt, dass die Regelungen der Allgemeinverfügung bei derartigen Marktveranstaltungen eine Einfriedung der Veranstaltungsfläche vorsehen und das Gebot der Einhaltung von Mindestabständen zu gewährleisen ist.

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