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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/08/pm_012.php 17.08.2020 12:47:48 Uhr 29.09.2020 17:24:24 Uhr
Meldung vom 07.08.2020

Barocker Brunnen im Gönnsdorfer Park sprudelt wieder

Sanierung mit Mitteln aus dem Nachlass von Max Heinrich Walther Wolfgang Gelpke

sprudelnder Brunnen mit Becken und seitlich hinaufführenden Stufen
Brunnendetail: waserspeiender Fisch
sprudenlnder Brunnen mit drei Schalen übereinander

Dank umfangreicher Sanierungs- und Reparaturarbeiten erfreut der barocke Brunnen im Gönnsdorfer Park seit heute, Freitag, 7. August 2020, die Parkbesucher wieder mit seinem Wasserspiel. „Dass dieser wunderschöne und durchaus bedeutende barocke Springbrunnen, der etwa um 1721 entstand, hier in Gönnsdorf nun wieder sprudelt, haben wir vor allem Max Heinrich Walther Wolfgang Gelpke zu verdanken. Er verfügte, dass die Landeshauptstadt Dresden als Alleinerbin sein Vermögen für den Bau oder die Restaurierung eines Brunnens in Dresden-Bühlau oder Umgebung verwenden soll. Danken möchten wir heute auch allen Partnern und Firmen, die die aufwändige und nicht alltägliche Sanierung des Brunnens mit ihrem Wissen und sehr viel Herzblut ermöglicht haben“, so Jörg Lange, stellvertretender Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bei der feierlichen Wiederinbetriebnahme des Brunnens.

Damit der Gönnsdorfer Brunnen funktionstüchtig und noch lange ein Schmuckstück bleibt, sind das Betreten des Brunnes und das Baden darin verboten. Das Wasser im Brunnen hat keine Badewasserqualität und ist auch nicht zum Trinken geeignet.

Die Frischekur für den Gönnsdorfer Brunnen wurde möglich, nachdem die Stadt Dresden im Jahr 2018 das Geld aus dem Nachlass Gelpkes dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft für dieses Projekt zur Verfügung stellte. Eine Bronzetafel am Brunnenbecken würdigt das Verdienst von Max Heinrich Walther Wolfgang Gelpke und erinnert zugleich daran, dass bereits 2003/2004 Geld aus der „Geerte und Heinz Murmann-Stiftung“ der Restaurierung des Brunnens zugutekam. Damals wurde der Brunnen vor dem endgültigen Verfall bewahrt, indem man die Steine der Brunnenanlage restaurierte. Bereits zu dieser Zeit war das Brunnenbecken undicht. Ein Großteil des Wassers versickerte so schnell, dass es fast keinen Wasserspiegel mehr gab. Fehlende Niederschläge taten ihr Übriges, sodass auch das Wasser aus den Brauchwasserbrunnen nicht mehr ausreichte, um den Brunnen sprudeln zu lassen.

Im August 2019 begannen die Sanierungsarbeiten am Gönnsdorfer Brunnen. Fachleute bauten ihn zurück und dann vollständig wieder auf. Das Brunnenbecken ist nun dicht. Im oberen Bereich wurden Postament und mittlere Brunnenschale komplett erneuert. Neu ist auch die technische Ausstattung zum Betreiben des Springbrunnens. In einem unterirdischen Technikraum befindet sich eine Umwälzanlage. Gefüllt und nachgespeist wird der Brunnen mit Brauchwasser. Der Hauptweg zum Brunnen bekam einen neuen Belag. Die Kosten für alle Leistungen, einschließlich Planung und Bauüberwachung, liegen bei etwa 330.000 Euro.

An dem Projekt waren folgende Unternehmen beteiligt: Die Heidelmann&Klingebiel Planungsgesellschaft mbH aus Dresden übernahm die Planung und Bauüberwachung für die denkmalgerechte Sanierung des Brunnens. Das Ingenieurbüro Ralph Ziehn aus Weimar verantwortet die Planung der Springbrunnentechnik mit der Umwälzanlage, dem Technikraum und allen springbrunnentechnischen Umbauten. Die Bau- und Denkmalpflege GmbH Fuchs+Girke aus Ottendorf-Okrilla erhielt nach der Ausschreibung den Zuschlag für die Sanierungsarbeiten am Springbrunnen. Mit Subunternehmern, unter anderem die Sächsische Wasserbau- und Umwelttechnik Dresden GmbH, das Bauunternehmen Thomas Hübler und die Firma Springbrunnenanlagenbau Grundmann, ist der Brunnen in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten denkmalgerecht neu erstanden. Aus der Stadtverwaltung Dresden waren an dem Projekt neben dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft das Amt für Kultur und Denkmalschutz und die Kämmerei beteiligt, außerdem das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen.

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