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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/07/pm_080.php 05.08.2020 10:40:50 Uhr 06.08.2020 02:45:40 Uhr
Meldung vom 31.07.2020

Die Zuckertüte besser als Schultüte packen

Kinder- und Jugendzahnklink rät zu maßvollem Mix

Am Sonnabend, 29. August 2020, ist es wieder soweit: Dann feiern rund 5.600 Dresdner Erstklässler mit ihren Familien die Einschulung. Natürlich darf neben einem Schulranzen auch die Zuckertüte nicht fehlen. Das Dresdner Gesundheitsamt empfiehlt jetzt Müttern, Vätern, Omas, Opas und allen anderen Gratulanten, die Zuckertüten besser als Schultüten zu packen und Süßigkeiten maßvoll hineinzugeben.

Dr. Ursula Schütte, Leiterin der Kinder- und Jugendzahnklink, rät: „Seien Sie kreativ und sprechen Sie sich untereinander ab: Brotdose, Trinkflasche, Radiergummi, Schere, Bastelmaterial, Pinsel, Schlüsselanhänger, Wecker, Sportsachen, Regenschutz, Lernspiele, selbst ein Schmusebär füllen die Tüte.“ Und zum Thema Süßigkeiten ergänzt die leitende Zahnärztin: „Natürlich sind auch Schokolade und Co. zu diesem Anlass traditionell erlaubt, nur überdenken Sie die Menge. Ein Mindestmaß reicht vollkommen.“

Denn bei all den vielen Süßigkeiten rebelliert manchmal nicht nur der Magen. Auch die Zähne schlagen Alarm. In den Süßigkeiten steckt reichlich Zucker. Den mögen ganz bestimmte Bakterien besonders gern. Bakterien sind Kleinstlebewesen, die in unserer Mundhöhle leben und dort wichtige Aufgaben haben. Sie sind also bedeutsam und zunächst nicht bedrohlich. Steht den Bakterien Zucker zur Verfügung, wandeln sie diesen in aggressive Säuren um. Da die Bakterien am Zahn anhaften, umspülen die Säuren die Oberfläche der Zähne unmittelbar. Die Zähne halten den Säuren gewisse Zeit stand. Doch auf Dauer funktioniert das nicht. Die Oberfläche wird angegriffen. Mit der Zeit werden erste Teile der Zahnsubstanz sogar herausgelöst. Der Zahn fängt an zu bröseln. Das ist dann das sogenannte „Loch im Zahn“ oder die Zahnkaries.

„Diese Schäden will jeder seinem Kind ersparen“, leitet die Expertin zu einem weiteren Hinweis über. „Es ist nicht nur besonders wichtig, den Zähnen immer ausreichend Zuckerpausen zu gönnen. Putzen Sie vor allem gemeinsam mit Ihrem Kind regelmäßig mit einer altersgerechten Zahnbürste und Zahnpasta, am besten fluoridhaltig, mindestens zweimal am Tag die Zähne. Nach dem Naschen ganz besonders gründlich!“, so Dr. Schütte.

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