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Meldung vom 14.05.2020

Neuer Park an der Gehestraße nimmt Gestalt an

Gelände des früheren Güterbahnhofs in Pieschen wird naturnaher Bürgergarten

Zwischen dem Schulcampus Pieschen und der Gehestraße entsteht auf dem ehemaligen Güterbahnhof eine rund ein Hektar große öffentliche Grünanlage, die sich aus verschiedenen funktionalen Teilbereichen zusammensetzt. Baubeginn war im Sommer 2019 und mittlerweile nimmt der neue Park Gestalt an. Drei von vier Abschnitten sind nun fertiggestellt.

Bereits bei den ersten Ideen und Entwurfsgedanken waren die Bürger und Anwohner von Pieschen in mehreren Veranstaltungen beteiligt. Bei der Planung der Grünanlage wurde viel Wert auf eine ökologische und naturnahe Gestaltung gelegt. Zum Einsatz kommen bienenfreundliche Stauden, früchtetragende Wildgehölze sowie viele Bäume und Sträucher. Im gesamten Park wurde die Wiederverwendung von Bestandsmaterialien für befestigte Flächen und Mauern angestrebt. Großsteinpflaster konnte geborgen und wieder eingebaut werden, auch Betonflächen wurden erneuert. Innerhalb der Grünanlage werden Aufenthalts- und Spielbereiche, ein Bürgergarten sowie ein begrünter Stadtplatz geschaffen. Das Büro Prugger Landschaftsarchitektur hat bei der Planung der Grünanlage auch den historischen Bezug zur ehemaligen Nutzung der Fläche aufgegriffen.



Hintergrund

Im Juli 2019 startete das Vorhaben am nördlichen Ende im Bereich der Bürgerstraße mit dem ersten Abschnitt. Entlang der Gehestraße wurde die Böschung zwischen der Grünanlage und dem Gehweg neu modelliert und auf Gehwegniveau durch eine Sandsteinmauer abgefangen. Auf dem Gehweg wurde ein neuer Belag eingebaut. Die höher gelegene Grünanlage erhielt durch Erdmodellierung ein neues Gesicht. Ein Grillplatz mit neu geschaffenen Sitzmöglichkeiten stellt die Verbindung zum mittleren Parkabschnitt her.

Auch das südliche Ende der Parkanlage ist bereits fertiggestellt und nutzbar. Dieser öffentliche Teil an der Erfurter Straße ist der Auftakt zum neuen Park und erweitert das Entrée des Schulcampus Pieschen. Bestehende Pflasterflächen wurden ausgebaut, der kleine Platz konnte mit diesen Materialien gepflastert werden, sodass neue Materiallieferungen nicht nötig waren. Die befestigten Flächen sind unterbrochen von zahlreichen Pflanzflächen für Stauden und Sträucher. In jede Pflanzfläche wurde einer der zwölf neuen Schnurbäume gepflanzt. Eine besondere Pracht sind aktuell die rund 3 200 Tulpen zwischen den Stauden.
Fertiggestellt ist auch der Bauabschnitt im Bereich der Konkordienstraße. Eine neue Spielanlage, gestaltet wie eine Eisenbahn, lädt demnächst Kinder zum Spielen ein. Aktuell sind angrenzende Rasenflächen angesät. Bis der Rasen angewachsen ist, müssen sich die kleinen Bürgerinnen und Bürger noch etwas gedulden.
Der größte und längste Bauabschnitt, der die Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt bildet, hat Ende 2019 begonnen und befindet sich derzeitig noch im Bau. Hier entstehen unter anderem ein Bürgergarten für „urban gardening“ und eine großzügige Freifläche als Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten. Outdoor-Fitness-Geräte wurden nahe der Spielanlage auf den Rasenflächen eingebaut. Im Herbst soll der noch im Bau befindliche Abschnitt abgeschlossen werden, damit der Park für alle Bürger geöffnet werden kann. Dann findet auch die zweite große Pflanzaktion statt.

Flankiert wird die Anlage über die gesamte Länge von einem Geh- und Radweg. Eine neu gepflanzte Baum-reihe aus Gleditschien begleitet den rund 550 Meter langen Weg und bietet an verschiedenen Punkten die Möglichkeit zum Sitzen. Erste Bäume wurden gepflanzt, im Herbst folgen weitere, um die Baumreihe zu komplettieren. Die Mauern entlang der Gehestraße werden auf der gesamten Länge saniert. Die Standsicherheit spielt hierbei die wichtigste Rolle, aber auch der Erhalt des ortsprägenden Charakters.
Finanziert wird das Vorhaben durch Fördermittel der Europäischen Union in Form des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Stadtentwicklungsprojekt Dresden-Nordwest und die Landeshauptstadt Dresden.
Die Kosten für die vier Bauabschnitte belaufen sich auf rund 1,7 Million Euro.

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