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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/05/pm_012.php 06.05.2020 11:49:08 Uhr 31.05.2020 23:06:43 Uhr
Meldung vom 06.05.2020

Broschüre „Sucht erkennen“ in Neuauflage erhältlich

In Deutsch und in sechs Fremdsprachen

Kein Alkohol ist auch keine Lösung? So oder so ähnlich mag mancher derzeit denken und wohl auch handeln. Der Wegfall von vertrauten Sozialkontakten und gewohnten Freizeitaktivitäten, das Aushebeln der bisherigen Alltagsstruktur, die vielschichtigen Beanspruchungen durch Home-Office und Kinderbetreuung mit Schulaufgaben oder beruflich-existenzielle Sorgen – all das führt zu ungewohnten Belastungen, die leider auch mit Suchtgefahren verbunden sind.

Dr. Kristin Ferse, Koordinatorin Suchthilfe und Suchtprävention beim Dresdner Gesundheitsamt, beobachtet die aktuelle Situation: „Wir wissen, dass der Alkoholverkauf seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland um rund ein Drittel anstieg. Davon, dass diese Getränke auch konsumiert werden, zeugen ganze Armeen leerer Flaschen vor Glascontainern und Einkaufsmärkten, auch in Dresden.“ Und sie äußert weiter: „Jeder entwickelt in dieser besonderen Lage eigene Strategien. Viele Menschen greifen automatisch auf Dinge zurück, die sie zur Entspannung nutzen – und das ist eben oft Alkohol.“

Doch dem Gesundheitsamt ist wichtig, Hilfe zu geben. So bietet es jetzt die städtische Broschüre „Sucht erkennen – Für Angehörige und Freude suchtkranker Menschen“ an. In einer Auflage von 2 000 Stück ist sie in deutscher Sprache aktualisiert erschienen und ab sofort in allen Stadtbezirksämtern kostenlos erhältlich. Zusätzlich ist sie online unter www.dresden.de/sucht publiziert. Ergänzend gibt es gedruckt und online sechs verschiedene Sprachfassungen in Arabisch, Englisch, Farsi, Paschtu, Russisch und Tigrinya.

Die zwölfseitige Broschüre im Format DIN A 5 fasst Informationen zu den Sucht-Anzeichen, zur Selbsthilfe und zu Hilfestellungen durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn zusammen. Mit aufgeführt sind die Kontakte zu den sechs Dresdner Suchtberatungs- und Behandlungsstellen. Diese sind derzeit alle geöffnet, allerdings mit vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme.

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