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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/04/pm_014.php 08.05.2020 14:57:13 Uhr 31.05.2020 23:13:28 Uhr
Meldung vom 07.04.2020

Online-Beteiligung zum neuen Kulturentwicklungsplan

Die Landeshauptstadt Dresden ist nicht nur als Kultur- und Kunststadt europaweit bekannt, sondern auch als Stadt der Debatte und des Dialogs. Deshalb soll auch der im Frühjahr 2020 durch den Geschäftsbereich Kultur und Tourismus vorgelegte Kulturentwicklungsplan nicht nur in den Gremien des Dresdner Stadtrates beraten werden, sondern auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit haben, sich in die Diskussion einzubringen.

Der Entwurf des Kulturentwicklungsplans 2020 sowie der Link zur Online-Beteiligung stehen unter www.dresden.de/kulturentwicklungsplan. Die Bürgerinnen und Bürger haben nun bis zum 11. Mai 2020 digital die Möglichkeit, Anmerkungen zum Kulturentwicklungsplan zu geben und damit selbst Einfluss auf die kulturelle Entwicklung ihrer Heimatstadt zu nehmen.

„Mit der Fertigstellung des Kulturentwicklungsplanes wird ein mehrjähriger Reflexions- und Diskussionsprozess der Kulturverwaltung abgeschlossen. Mein Dank gilt allen Beteiligten und Institutionen für die gemeinsame Erarbeitung und insbesondere dem Amt für Kultur und Denkmalschutz. Die Corona-Pandemie hat nicht zuletzt die Dresdner Kunst- und Kulturszene überrollt und viele Kulturschaffende in eine existenzbedrohende Lage gebracht. Auch unabhängig von der Herausforderung ist es wichtig, die Rolle von Kunst und Kultur in einer europäischen und international vernetzten Großstadt zu beleuchten sowie wesentliche Rahmenbedingungen und Zielstellungen für die Zukunft zu verstetigen. Nun sollen bis zur Beschlussfassung durch den Dresdner Stadtrat auch die Dresdnerinnen und Dresdner zu Wort kommen.“, erklärt Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus.

Mit der vorgeschlagenen Neufassung des Kulturentwicklungsplans (KEP) werden Zielstellungen für die kulturelle Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Dresden im nächsten Jahrzehnt formuliert. Der KEP skizziert Zielstellungen für die kommunalen Kultureinrichtungen, für die geförderte Freie Szene sowie einzelne Genre. Es werden Strategien entwickelt, um die Herausforderungen des Gesellschaftswandels in einer wachsenden Stadt wie Dresden zielgenau anzugehen. Prägendes Anliegen des neuen Kulturentwicklungsplanes für Dresden ist es, die Kultur- und Kunstinstitutionen weiterzuentwickeln und mit Kunst und Kultur den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. So sollen verstärkt Kultur- und Nachbarschaftszentren in den Stadtteilen kulturelle Bildung und gesellschaftliche Teilhabe verbessern. Die Rahmenbedingungen für Kulturschaffende sollen sich durch Honoraruntergrenzen und neue Förderrichtlinien nachhaltig verändern. Weitere Schwerpunkte bilden die Entwicklung einer modernen Erinnerungskultur und die Stärkung künstlerischer Qualität und Exzellenz im Kulturbereich. Mit der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitskonzeptes sollen lokale Maßnahmen für zukünftiges ressourcenschonendes Wirtschaften im Kultursektor eingeleitet werden.

Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz, betont: „Der vorliegende Entwurf des Kulturentwicklungsplanes basiert bereits auf einer umfangreichen Beteiligung. Auch die Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas hat wichtige Impulse geliefert. Wir wünschen uns nun auf der Zielgeraden bis zum Stadtratsbeschluss erneut eine offene Diskussion über das Selbstverständnis und die Zukunft der Kultur in der Landeshauptstadt.“

Der erste Kulturentwicklungsplan wurde 2008 vom Dresdner Stadtrat beschlossen. Die Dresdner Bürgerinnen und Bürger wurden früh in den Prozess der Kulturentwicklungsplanung einbezogen, so im Jahr 2017 mit Bürgerforen in neun Stadtbezirken. Die Kultureinrichtungen wiederum waren eingeladen, sich an Fachtagen zu Themen wie Gesellschaftswandel, Digitalisierung und Inklusion zu beteiligen.

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