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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/02/pm_023.php 24.02.2020 14:30:47 Uhr 10.07.2020 09:30:25 Uhr
Meldung vom 11.02.2020

Oberbürgermeister Hilbert reist nach Brazzaville, Republik Kongo

Weiterentwicklung von Projektideen und Fachberatung der Partnerstadt

Von Sonnabend, 15. bis Freitag, 21. Februar 2020 reist Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit einer Delegation in die kongolesische Partnerstadt Brazzaville. Ziel der Reise ist es, gemeinsame Projektideen weiter zu präzisieren. Gesprächsthema ist unter anderem, inwieweit die Landeshauptstadt Dresden die Stadtverwaltung in Brazzaville bei dringenden kommunalen Aufgaben beraten kann. Auch Austausch und Begegnung zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern beider Städte sollen angeregt werden.
Teil der Delegation sind unter anderem Vertreter der vier größten Fraktionen im Dresdner Stadtrat (Bündnis 90/Die Grünen, CDU, AfD und Die Linke), Fachleute aus dem Bereich Abfallwirtschaft, Verkehrsplanung und Stadtgrün, Lehrerinnen und Lehrer von Dresdner Gymnasien sowie die Leiterin des Heinrich-Schütz-Konservatoriums.

Seit dem ersten Besuch des Dresdner Oberbürgermeisters in Brazzaville im Januar 2019 gibt es bereits konkrete Ergebnisse. So feiert im Februar die deutsch-kongolesische Koproduktion „Am Fluss der Zeit – Au fleuve du temps“ Premiere am tjg.theater junge generation. Auf seinem Gegenbesuch sprach Brazzavilles Oberbürgermeister Roger Okémba im September 2019 in Dresden unter anderem mit Experten aus dem Bereich Abfallwirtschaft, Verkehrsplanung und ÖPNV. Der Leiter eines Kinder- und Jugendorchesters aus Brazzaville hatte im Herbst 2019 die Gelegenheit, am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden zu hospitieren. Zudem gab es Gespräche für die Umsetzung eines „urban gardening – Projektes“ in Brazzaville in Zusammenarbeit mit Dresdner Kleingärtnern und dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa e. V. plant zudem die Sanierung einer Schule in Brazzaville inklusive der Einrichtung von Sanitäranlagen und einer Wasserstelle.

Die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Partnern im Globalen Süden gewinnt auf kommunaler Ebene immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile engagieren sich über 800 deutsche Kommunen entwicklungspolitisch. „Um die Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft gut umsetzen zu können, bedarf es auch finanzieller Mittel,“ ist Oberbürgermeister Dirk Hilbert überzeugt. Er schlug deshalb dem Stadtrat vor, 0,01 Prozent des jährlichen Gesamthaushaltes bei Aufstellung des Haushaltsplanentwurfes für kommunale Entwicklungszusammenarbeit mit Dresdens afrikanischer Partnerstadt einzusetzen. In der Stadtratssitzung vom 30. Januar 2020 wurde dieser Vorschlag beschlossen. „Ich war vor Ort in Brazzaville. Mein Amtskollege steht mit seiner Stadt vor vielen Aufgaben, die wir hier in Dresden gleichermaßen haben. Nur haben wir viel bessere Rahmenbedingungen, diese Herausforderungen anzupacken. Mit fachlichem und technischem Know-How und gemeinsamen Projekten kann es gelingen, wirklich Nachhaltigkeit zu schaffen. Ich freue mich, dass der Stadtrat dieses Anliegen unterstützt.“

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