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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/01/pm_030.php 21.01.2020 15:08:08 Uhr 28.09.2020 07:29:06 Uhr
Meldung vom 15.01.2020

Beliebteste Vornamen 2019: Emilia und Emil

Bilanz des Standesamtes

2019 was das Jahr der Jubiläen. Zum einen jährte sich zum 300. Mal die Eheschließung des Sohnes von August dem Starken, Friedrich August II mit Maria Josepha, welche am 8. Oktober 2019 in Dresden standesgemäß zelebriert wurde. Die „Villa Weigang“, als Amtssitz des Standesamtes in Dresden, feierte am 30. September 2019 ihr 25-jähriges Bestehen nach aufwändiger Rekonstruktion und Schloss Albrechtsberg konnte im Juni 2019 auf eine bereits schon 20 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte als Ort für Eheschließungen zurückblicken. Hier fanden erstmals außerhalb der Goetheallee Trauungen statt.

Geboren 2019

Das Standesamt Dresden beurkundete 2019 insgesamt 8 150 (8292*) Geburten. Geboren sind in der Landeshauptstadt 4177 (4291) Jungen und 3970 (4001) Mädchen. Bei drei Kinder war das Geschlecht unbestimmt. 155 (169) Zwillingspärchen und jeweils zweimal (einmal) Drillinge erblickten das Licht der Welt.

109 (89) Geburten wurden nachbeurkundet, weil die Kinder im Ausland zur Welt kamen. Die Kinder besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft oder es besteht ein anderer Antragsgrund. Es wurden 719 (814) Vaterschaftsanerkennungen beim Standesamt aufgenommen. 53 Prozent (55) der Mütter waren nicht verheiratet. 29 Prozent (28) der Eltern wohnen außerhalb des Standesamtsbezirkes Dresden. Diese Angaben unterliegen seit Jahren nur geringfügigen Schwankungen.

12,9 (10,7) Prozent der Kinder hat ein oder beide Elternteile mit einer oder unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten. Die Eltern kamen aus 120 (111) unterschiedlichen Ländern: 276 aus Syrien 276, 142 aus der Russischen Föderation, 107 aus Polen, 101 aus der Tschechische Republik und 88 aus China.

271 (261) Eltern konnten ihren Personenstand nicht nachweisen. Diese Beurkundungen wurden mit dem Zusatz “Identität nicht nachgewiesen“ versehen. Sie kamen nach eigenen Aussagen u. a. aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Pakistan, Russische Föderation, Libyen und Somalia. Im Standesamt Dresden beurkundeten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen 2019 insgesamt 65-mal den Mädchennamen Emilia, gefolgt von 62-mal Charlotte und 61 Emma. Bei den Jungen rangiert auf Platz 1 wie im Jahr 2018 der Emil mit 73. Dann folgen 66 Oskars und 65-mal Arthur.

Heiraten 2019

In Dresden gaben sich standesamtlich 2019 insgesamt 2240 (2562) Paare das Ja-Wort. 75 (71) Paaren heirateten einen gleichgeschlechtlichen Partner. 31 (103) Lebenspartnerschaften wurden in eine Ehe umgewandelt.
Erster Bürgermeister Detlef Sittel: „Mehr als 2000 Eheschließungen gab es im vergangenen Jahr. Fast 900 Paare heirateten an einem Sonnabend. Die Zahlen zeigen einmal mehr - Dresden ist mit attraktiven Trauorten, wie unserer Villa Weigang, als Hochzeitsstadt stetig gefragt“.

899 (1036) Paare heirateten an einem Sonnabend. Damit liegen 40 Prozent aller Eheschließungen in Dresden am Wochenende. Die meisten Eheschließungen fanden wie 2019 im August statt. Es waren 292 (319). Und auch das Schlusslicht bildet wie immer der Januar mit nur 72 (75) Eheschließungen.

Besonders beliebt ist ungebrochen die „Villa Weigang“ auf der Goetheallee. Im Schloss Albrechtsberg gab es 108 (95) Hochzeiten, im Lingnerschloss 70 (91), im Landhaus 74 (90), im Rathaus Weixdorf 45 (61), im Schloss Schönfeld 55 (54), im Palais im Großen Garten 37 (39), im Carl-Maria-von-Weber-Museum 37 (34), im Kraszewski-Museum 34 (18) und im Rudolf-Harbig-Stadion vier (sieben) Eheschließungen. Im Kulturrathaus fanden 2019 keine Eheschließungen statt. Hier waren Baumaßnahmen geplant. 2018 waren das 143.

Nur in der „Villa Weigang“ werden ganzjährig Eheschließungen angeboten. Für 2020 ist der Amtssitz des Standesamtes bereits schon fast bis Mitte Oktober ausgebucht. Die Reservierung eines Eheschließungstermins ist maximal ein Jahr im Voraus möglich. Alle anderen Trauobjekte bieten passende Termine in der Hauptsaison von April bis Oktober bzw. Dezember und stimmen diese mit dem Standesamt ab. In der Hauptsaison liegt die Auslastung bei allen Terminangeboten bei nahezu 100 Prozent.

Bei 228 (239) Eheschließungen hatten ein oder beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit. Es heirateten Bürger aus 58 (66) unterschiedlichen Staaten in Dresden. Nicht enthalten in dieser Statistik sind Eheschließungen mit eingebürgerten Personen. Die Favoriten bei den Eheschließungen mit ausländischen Staatsangehörigen sind: Russische Föderation 22, Italien 16, Vietnam 11, Polen, Tschechische Republik, Ukraine je 10, Syrien 13, Türkei 9, China und Rumänien je 8, Frankreich 7,

Gestorben 2019

Die Anzahl der beurkundeten Sterbefälle ist zum Vorjahr leicht angestiegen. Es wurden 6392 (6378) Sterbefälle beurkundet. Davon hatten 86 (90) Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Es sind 3276 (3257) Männer und 3116 (3121) Frauen verstorben. 20 (19) Prozent hatten ihren letzten Wohnsitz nicht im Standesamtsbezirk Dresden. Es gab 12 (21) Nachbeurkundungen für deutsche Staatsangehörige, die im Ausland sterben.

Urkundenwesen

2005 (1561) Dresdnerinnen und Dresdner traten aus der Kirche aus. Dies entspricht einem Plus von 444 Austritten. Im Sachgebiet Urkundenwesen wurden 20 603 (20 975) Personenstandsurkunden gemäß § 55 Abs. 1 des Personenstandsgesetzes sowie 458 (493) Bescheinigungen ausgestellt.

Seit 22. Dezember 2018 ist es möglich, dass Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung eine Erklärung zur Änderung des im Geburtenregister eingetragenen Geschlechts abgeben. Davon machten im vergangenen Jahr elf Personen erfolgreich Gebrauch.

Es wurden 619 (677) Folgebeurkundungen über Scheidungen in den Eheregistern vorgenommen sowie 710 Erklärungen zu Änderungen oder Angleichungen des Vor- oder Familiennamens beurkundet.

Die Standesbeamtinnen und Standesbeamten der Landeshauptstadt Dresden beurkunden Personenstandsfälle, die sich auf dem Territorium der Stadt ereignet haben. Aus diesen Zahlen ist kein Rückschluss auf die mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldete Bevölkerung möglich. Die Arbeitsbilanz bezieht sich auf das Beurkundungsdatum und die Zuständigkeit.

*Alle in Klammern aufgeführten, kursiven Zahlen beziehen sich auf 2018

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