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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/01/pm_021.php 16.01.2020 13:36:16 Uhr 27.01.2020 07:25:24 Uhr
Meldung vom 13.01.2020

Zur Zukunft der Abfallbehandlungsanlage am Dresdner Heller

Die Landesdirektion Sachsen hat heute, Montag, 13. Januar 2020, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die biologisch-mechanische Abfallbehandlungsanlage (BMA) der Stadtreinigung Dresden GmbH entfristet. In der Anlage wird zurzeit aus den Restabfällen der Dresdnerinnen und Dresdner ein Ersatzbrennstoff produziert, der zur Energieerzeugung genutzt wird. Die Landeshauptstadt Dresden geht derzeit jedoch nicht davon aus, dass diese Genehmigung in Anspruch genommen wird.

In Zusammenarbeit mit der Stadtreinigung Dresden GmbH wurden seit 2017 verschiedene Szenarien zur zukünftigen Restabfallbehandlung in der Landeshauptstadt Dresden untersucht. Im Ergebnis stand als Vorzugslösung der Weiterbetrieb der Anlage. Entsprechend hatte die Stadtreinigung Dresden GmbH die Entfristung der Genehmigung bei der Landesdirektion Sachsen beantragt, welche die Landesdirektion nun bestätigte.

Wegen der unsicheren Entwicklung der Absatzmärkte für den in der Anlage erzeugten Ersatzbrennstoff entschied der Stadtrat im März 2019 auf Vorschlag der Verwaltung die Anlage nur bis zum Ablauf der Genehmigung im März 2021 weiter zu betreiben. Für den nachfolgenden Zeitraum wurde die Entsorgung der Dresdner Restabfallmengen ausgeschrieben. Dieses Vergabeverfahren wurde Ende November 2019 abgeschlossen. Den Auftrag zum Transport und zur Entsorgung der insgesamt 80 000 Tonnen Restabfall pro Jahr teilen sich die Unternehmen ALBA Supply Chain Management GmbH, EEW Energy from Waste GmbH und NERU GmbH & Co. KG. Um die Entsorgungssicherheit der Dresdner Restabfälle in jedem Fall zu gewährleisten, wurde bis zum Abschluss des Vergabeverfahrens auch das Genehmigungsverfahren weiterverfolgt.

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