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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2020/01/pm_013.php 08.01.2020 11:07:47 Uhr 28.09.2020 06:22:40 Uhr
Meldung vom 08.01.2020

Am 11. Januar Lesung im Rathaus-Festsaal mit Gusel Jachina

Ausstellung über wolgadeutsches Alltagsleben noch bis 15. Januar im Foyer Goldene Pforte

Am Sonnabend, 11. Januar 2020 lädt das Deutsch-Russische Kulturinstitut 17 Uhr zu Lesung und Gespräch mit der russischen Autorin Gusel Jachina und ihrem Übersetzer Dr. Helmut Ettinger zu ihren Romanen „Wolgakinder“ und „Suleika öffnet die Augen“ in den Festsaal des Neuen Rathauses, Rathausplatz 1, ein.

Moderiert wird die Lesung von der Journalistin und Autorin Dr. Irmtraud Gutschke, die musikalische Umrahmung übernimmt das Duo Kratschkowski. Thematisch ist die Lesung eng mit der Ausstellung „Das deutsche Wolgagebiet. Eine unvollendete Fotogeschichte“ verknüpft, die noch bis zum 15. Januar im Foyer Goldene Pforte des Neuen Rathauses gezeigt wird. Die Ausstellung kann am 11. Januar ab 16 Uhr besucht werden, Einlass für die Lesung ist 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zu den Akteuren:

  • Gusel Jachina (*1977 Kasan) ist eine international erfolgreiche, vielfach ausgezeichnete russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung. Ihr erster Roman „Suleika öffnet die Augen“ (Aufbau 2017) wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“ (Aufbau 2019), bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die Autorin ihren zweiten Roman vor. Im Herbst 2017 enthüllte sie die Gedenktafel für Marina Zwetajewa im Dresdner Rißweg 14. 
  • Dr. Helmut Ettinger (*1941 Greiz) war Dolmetscher und Außenpolitiker, er ist Übersetzer für Russisch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 1989 übersetzte er einen Satz Michail Gorbatschows, der längst als historisch empfunden wird: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Er übertrug neben den beiden Romanen von Gusel Jachina auch Werke von Autoren wie Ilja Ilf, Jewgeni Petrow, Polina Daschkowa, Darja Donzowa, Sinaida Hippius, Michail Gorbatschow und Henry Kissinger ins Deutsche.
  • Dr. Irmtraud Gutschke (*1950 Chemnitz) ist eine deutsche Journalistin und Buchautorin mit Schwerpunkt Essayistik. Sie stand jahrzehntelang in engem Kontakt mit Tschingis Aitmatov, zu dessen Werk sie intensiv forscht. Im Neuen Deutschland rezensierte sie neben den beiden Romanen von Gusel Jachina weitere russischsprachige Literatur. Ihr aktueller Essayband heißt „Das Versprechen der Kraniche. Reisen in Aitmatows Welt“ (Mitteldeutscher Verlag 2018).

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