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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/12/pm_050.php 06.01.2020 12:39:16 Uhr 27.01.2020 07:13:04 Uhr
Meldung vom 23.12.2019

Elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete ab April 2020

Der Dresdner Stadtrat hat am Donnerstag, 12. Dezember 2019, die Vorlage zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete beschlossen. Rund 700 Asylbewerberinnen und Asylbewerber können damit in Dresden ab dem kommenden Frühjahr wie gesetzlich Krankenversicherte mit einer Chipkarte zum Arzt gehen. Für die Asylsuchenden bedeutet das: Sie müssen nicht mehr vor jedem Arztbesuch einen Behandlungsschein im Sozialamt beantragen und abholen. „Dresden ist die erste Kommune in Sachsen, die Geflüchteten die elektronische Gesundheitskarte von Anfang an ermöglicht. Damit senken wir Barrieren im Gesundheitswesen und bauen weitere Brücken, damit sich Neuzugewanderte erfolgreich in unsere Stadtgesellschaft integrieren können“, erklärt Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen.  

Der Ratsbeschluss (Aktenzeichen V3001/19) markiert einen wichtigen Meilenstein. In den nächsten Tagen wird die Stadtverwaltung mit ihren Kooperationspartnern – der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und gesetzlichen Krankenkassen –die zuvor ausgehandelte Rahmenvereinbarung nach § 264 Abs. 1 und 2 SGB V abschließen. Die Ausgabe der Karten beginnt schrittweise ab 1. April 2020. Nach ihrer Zuweisung nach Dresden werden die Asylsuchenden vom Sozialamt bei einer der drei kooperierenden Krankenkassen angemeldet. Die Krankenkasse schickt sodann die elektronische Gesundheitskarte zu. In der Zwischenzeit stellt die Kasse bei Bedarf einen personalisierten Anspruchsnachweis aus. Am bisherigen Leistungsspektrum ändert sich nichts. Mit Einführung der Telematik-Infrastruktur kann die Karte bei einem Wegfall der Anspruchsvoraussetzungen direkt von der Krankenkasse gesperrt werden.

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