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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/10/pm_083.php 24.10.2019 11:31:31 Uhr 18.11.2019 08:06:57 Uhr
Meldung vom 24.10.2019

Ausstellung „Drei Ansichten“ im Kulturrathaus läuft einen Monat länger

Bis Freitag, 22. November 2019, montags bis freitags zu sehen

Die seit Anfang September 2019 im Kunstfoyer des Kulturrathauses, Königstraße 15, laufende Ausstellung mit Grafik von Kerstin Franke-Gneuß (Dresden) und Kostis Spanopoulos (Thessaloniki, Griechenland) ist einen Monat länger zu sehen, bis Freitag, 22. November 2019. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr, außer feiertags.

Die Ausstellung heißt „Drei Ansichten“ und präsentiert aktuelle künstlerische Positionen von zwei ehemaligen Stipendiaten des Künstleraustauschprogramms zwischen Dresden und Thessaloniki, das auf Initiative des Kunst- und Kulturvereins Alte Feuerwache Loschwitz und in Zusammenarbeit mit dem Neapolis Graphic Center „Helios“ vom Amt für Kultur und Denkmalpflege seit 2011 initiiert wird.

2011 reiste als erster Stipendiat der Grafiker und Installationskünstler Kostis Spanopoulos, noch während seines Studiums der bildenden Künste an der Aristoteles Universität in Thessaloniki, für vier Wochen nach Dresden, um in der traditionsreichen Grafikwerkstatt Dresden – unterstützt von den dort tätigen professionellen Druckern und im Austausch mit Künstlern vor Ort – in der Technik des Kupferstichs zu arbeiten. Es entstanden detailreiche organische Strukturen und Formationen, die er in diesem Jahr für die Ausstellung „Drei Ansichten“ im Medium der Handzeichnungen zu bizarren Mischwesen, animalischer und vegetabiler Gestalt transformiert und weiterentwickelt hat.

Stellvertretend für die Dresdner Perspektive des Austauschprogramms werden Radierungen der Grafikerin Kerstin Franke-Gneuß gezeigt, die nach ihrem Studienaufenthalt in Griechenland zwischen 2016 und 2019 entstanden sind. Es sind feingliedrige, von Naturerfahrung und Literatur inspirierte Radierungen, deren abstrakte Formensprache ein Repertoire von Linie und Grat über subtile amorphe Strukturen zu reinen kristallinen Flächen ohne Binnendifferenzierung umfasst. Die Arbeiten entstanden im Experiment und mit aufwendigen Kombinationsdruckverfahren. Sie zeugen von der Verarbeitung der Lichtstimmungen und des reichen kulturellen Erbes der Antike Griechenlands.

Die Stipendienaufenthalte der Künstler führten neben einem Perspektivwechsel und künstlerischen Austausch auch zu einer Verbindung beider Grafiker mit dem europäischen Netzwerk ENDEGRA (European Network for Development and Education in Graphic Art), einer europaweit wirksamen Vereinigung künstlerischer Druckwerkstätten, die sich der Weitergabe und Vermittlung von theoretischen und handwerklichem Wissen sowie der Stärkung der Druckgrafik innerhalb des Kanons der bildenden Künste widmet.

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