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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/10/pm_008.php 01.10.2019 14:01:24 Uhr 21.10.2019 11:19:57 Uhr
01.10.2019

Königsufer-Neustädter Markt: Wie geht es weiter?

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain erläutert die nächsten Schritte

Das Königsufer und der Neustädter Markt stellen eines der wertvollsten Areale in Dresden dar. Deshalb gab es einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenwettbewerb. Aus insgesamt 28 Arbeiten entschied sich die Jury für Bernd Albers, Gesellschaft von Architekten, Berlin mit Vogt Landschaftsarchitekten, Berlin/Zürich. Hinweise und Meinungen aus der Bürgerbeteiligung sind in diese Entscheidung eingeflossen.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain stellt hierzu fest: „Der Empfehlung der Jury soll gefolgt werden. Der erste Preis soll die Grundlage bilden für die weitere Bearbeitung des Bebauungsplans Nr. 3018, Dresden – Innere Neustadt Nr. 9, Königsufer, und des Rahmenplans Nr. 715.2 Dresden – Innere Neustadt“.
Weiter erläutert der Fachbürgermeister sein Vorgehen: „Eine Bebauung des Neustädter Marktes stellen wir zurück. Viele Bürger haben uns schon während des Wettbewerbs signalisiert, dass sie den Neustädter Markt nicht bebaut sehen möchten. Das nehmen wir ernst. Es soll deshalb zunächst eine Bebauung südlich der Großen Meißner Straße/Köpckestraße realisiert und die Bebauungskante geschlossen werden. Dadurch wird ein neuer Raum entstehen, und wir werden gemeinsam mit den Bürgern endgültig über eine mögliche Bebauung auf dem Neustädter Markt entscheiden“.

Der erste Preisträger überzeugte die Jury durch eine gute Maßstäblichkeit des Entwurfs und das schlüssige Gesamtbild, ferner durch spannungsreiche Blick- und Wegebeziehungen zur Elbe. Als weniger befriedigend beurteilte die Jury hingegen die Ausgestaltung und Anordnung der beiden Blöcke auf dem Neustädter Markt. So ist es auch während der Jurysitzung diskutiert und im Abschussprotokoll festgehalten worden.

Dazu Raoul Schmidt-Lamontain: „Die Jury gab uns mit auf den Weg, dies weiter zu untersuchen. Diese Beurteilung teilen viele Dresdnerinnen und Dresdner. Wir greifen diese Meinungen auf und stellen die endgültige Entscheidung über den Neustädter Markt zurück. Die südliche Bebauungskante soll zunächst ihre Wirkung entfalten. Dann werden wir sehen, was für den Neustädter Markt die richtige Lösung ist. Da die Flächen des Neustädter Markts städtisches Eigentum sind, drängt und nichts. An diesem sensiblen Bereich werden wir nicht vorschnell vorgehen“.

Eine Aufwertung des Platzes und die Instandsetzung der Brunnen, welche am 13. März 2019 durch das Landesamt für Denkmalpflege nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz in die Kulturdenkmalliste eingetragen wurden, sind in der Zwischenzeit vorstellbar. Der Stadtbezirksbeirat Neustadt und der Bauausschuss erhalten in Kürze eine Informationsvorlage.

Weitere Informationen:

www.dresden.de/koenigsufer

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