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20.09.2019

Kongolesische Delegation in Dresden

Oberbürgermeister aus Partnerstadt Brazzaville zu Gast

Der Oberbürgermeister der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville Christian Roger Okémba wird von Montag, 23. bis Sonnabend, 28. September 2019 mit einer Delegation in Dresden zu Gast sein. Anfang des Jahres besuchte Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Republik Kongo. Das war der erste offizielle Besuch in der Partnerstadt seit 1980. Bereits dort wurden Vereinbarungen über eine konkrete Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren getroffen. „Der Besuch meines Amtskollegen ist nicht nur ein Zeichen der Freundschaft beider Städte“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Nachdem viele Jahre die Zusammenarbeit nur sehr sporadisch stattgefunden hat, gibt es jetzt klare Verabredungen und gemeinsame Ziele. Wir stehen als europäische Städte auch in der Verantwortung dort Hilfe zu leisten wo wir es können. Auf der anderen Seite gibt es eine Menge, was auch wir von afrikanischen Städten lernen können. Die Beziehung zu Brazzaville ist keine Einbahnstraße.“

Die verschiedenen Ideen und Initiativen sollen nun weiterentwickelt und umgesetzt werden. In der Entwicklungspolitik spielen kommunale Partnerschaften eine zunehmende Rolle. Für Beratung und finanzielle Unterstützung bei einer Projektumsetzung steht die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zur Verfügung. Durch die SKEW wird auch ein Großteil des Aufenthaltes der kongolesischen Delegation in Dresden finanziert.

Es geht um den Austausch und die Weitergabe von Know-How auf kommunaler Ebene, auf den auch die Städtepartnerschaft Dresden – Brazzaville setzt. Ein gemeinsames Projekt soll zum Thema „urban gardening“ entstehen. In Brazzaville vor dem Rathaus werden seit einem Jahr Hochbeete bewirtschaftet, eine Idee, die man auch in anderen Stadtbezirken der afrikanischen Stadt umsetzen könnte. Aus diesem Grund besuchen die kongolesischen Gäste die „Internationalen Gärten“ in der Dresdner Johannstadt und die Dresdner Kleingartensparte Flora 1. Geplant ist, Dresdner Gärtner in die Erweiterung des „urban gardenings“ in Brazzaville einzubeziehen.

Die Delegation aus der afrikanischen Partnerstadt wird sich außerdem mit Fachleuten zu Abfallwirtschaft und Stadtreinigung austauschen, sich einen Überblick über den öffentlichen Nahverkehr verschaffen und mit Vertretern des Instituts für Tropische Forstwirtschaft der Technischen Universität Dresden in Tharandt ins Gespräch kommen.

Andere Projekte sind bereits angelaufen: Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa plant in Brazzaville die Schule Jacques Opangault zu sanieren, Sanitäranlagen und einen Brunnen einzurichten. Zwei Mitarbeiter von arche noVa sind dafür derzeit in Brazzaville, um auszuloten wie die Voraussetzungen und Bedingungen für die technischen und finanziellen Aspekte der geplanten Sanierung sind. Und sie wollen ein nachhaltiges Bildungsprojekt auf den Weg bringen, das eine Kooperation mit Dresdner Schülern beinhaltet. Schüler und Lehrer des Romain-Rolland-Gymnasiums sind bereit, sich für eine solche Kooperation zu engagieren.
Die Intendantin des tjg.theater junge generation dresden Felicitas Loewe arbeitet bereits seit mehreren Monaten gemeinsam mit dem Regisseur Heiki Ikkola an einer gemeinsamen Theaterproduktion mit Schauspielern und Regisseuren aus Brazzaville. Im Herbst wird der Leiter eines Amateur- Kinder- und Jugendorchesters aus Brazzaville am Heinrich-Schütz-Konservatorium hospitieren und eine Weiterbildung in Orchesterleitung absolvieren.

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