Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/08/pm_091.php 28.08.2019 11:18:53 Uhr 16.09.2019 05:14:49 Uhr
28.08.2019

Ausstellung „Dresden 84“ noch bis 20. September im Stadtarchiv

Fotobestand von Matthias Neumann ab Herbst online abrufbar

Einladungskarte mit Motiv „Arbeiten am Blauen Wunder“, 1984

Noch bis zum 20. September 2019 kann die Ausstellung „Dresden 84 ─ Fotografien von Matthias Neumann“ in der 3. Etage des Stadtarchivs, Elisabeth-Boer-Straße 1, besucht werden.

Das Stadtarchiv erhielt 2009 den vollständigen Fotonachlass des 1944 in Dresden geborenen Kameramannes und Fotografen Matthias Neumann. Der Nachlass umfasst über 1 000 Fotografien und Negative, die in den 1980er Jahren entstanden sind und eine ungeschminkte Dresdner Welt wiederspiegeln. Matthias Neumann verließ seine Heimatstadt 1984 gemeinsam mit seiner Familie in Richtung BRD und nahm mit den Fotos die ihm bekannte alltägliche Dresdner Lebenswelt als Erinnerung mit. Vor allem die Menschen und ihr Alltag in Dresden waren wiederkehrende Motive. Besondere Aufmerksamkeit widmete der Fotograf dem Blauen Wunder und den anliegenden Stadtteilen Loschwitz und Blasewitz. Unter Lebensgefahr stieg er unerkannt auf die Spitze der Brücke, um zu fotografieren. Matthias Neumann verwendete für seine fotografischen Dokumentationen eine 6×6-Mittelformatkamera, daher sind in der Ausstellung überwiegend 50 x 50 Zentimeter große Schwarz/Weiß-Aufnahmen zu sehen.

Bereits im Jahr 2013 präsentierte das Stadtarchiv einen Teil der Bilder, die jetzige Ausstellung zeigt bisher unveröffentlichte Fotografien. Ab 23. September werden große Teile des Fotobestandes von Matthias Neumann online gestellt. Die Bilder sind dann über die Homepage des Stadtarchivs mittels der Archivsoftware Scope Query abrufbar.

Die Ausstellung ist montags und mittwochs von 9 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zum Fotografen

Im Jahr 1989 waren erstmals einige der 1983 und 1984 entstandenen Fotografien in der Galerie für Moderne Kunst in Frankfurt a. M. zu sehen. Unter dem Titel „Verbotene Bilder“ folgten weitere Ausstellungen im Hambacher Schloss und im ZDF-Sendezentrum in Mainz. 1990 erschien der Fotoband „Im Schatten des Blauen Wunders“.
Nach der Ausreise in die BRD im Jahre 1984 konnte sich der studierte Werkzeugmaschinenkonstrukteur als Kameraassistent beim ZDF in Mainz einen Namen machen, bis 2006 war er dann Kameramann bei ARD und SWR. 2008 kehrten Matthias Neumann und seine Frau nach Dresden zurück, noch im selben Jahr verstarb er nach schwerer Krankheit.

Drucken