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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/08/pm_025.php 09.08.2019 11:27:49 Uhr 21.08.2019 08:12:34 Uhr
09.08.2019

Projekt WAWUR schafft Wissen für Eigenfürsorge bei Starkregen

Das Projekt „Wild abfließendes Wasser in urbanen Räumen“ (WAWUR) ist im Juli 2019 unter Leitung des Dresdner Umweltamtes gestartet. Bis zum Sommer 2022 untersucht das Projektteam Verläufe und Auswirkungen von Starkniederschlägen und damit einhergehender Überschwemmungen und erforscht Möglichkeiten, die entstehenden Schäden zu vermeiden bzw. zu minimieren.

„In dicht bebauten Stadtgebieten können Starkniederschläge dazu führen, dass Kanalisation und Fließgewässer überlastet sind und überlaufen. Das nun wild abfließende Wasser kann besonders Häuser und Bebauungen erheblich schädigen“, erklärt die Projektverantwortliche im Umweltamt, Dr. Katja Maerker. „Trotz der momentanen Hitze und Trockenheit besteht die Möglichkeit, dass jederzeit durch einzelne Gewitterzellen Starkregen entstehen. Deshalb ist das Thema brandaktuell“, ergänzt sie.

Es gibt zunächst drei Testgebiete in Dresden. Welche das sind, legen die Projektbeteiligten in den nächsten Wochen fest. In diesen Gebieten ermitteln die Fachleute die Gefahren durch Starkregen bzw. wild abfließendes Wasser für den Gebäudebestand und entwickeln anschließend auf den Gebäudetyp zugeschnittene Maßnahmen zur Verminderung möglicher Schäden. In Zukunft soll diese Vorgehensweise schrittweise auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.

Die finanzielle Förderung des dreijährigen Projektes erfolgt anteilig durch das Bundesumweltministerium. Mitwirkende sind das Amt für Geodaten und Kataster, die Stadtentwässerung Dresden GmbH, das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie drei externe Umsetzungspartner.
Eine besondere Herausforderung wird die Darstellung der Projektergebnisse im 3D-Stadtmodell sein. Diese soll nach Projektabschluss im Themenstadtplan der Landeshauptstadt zur Verfügung stehen.

Informationen zum Projekt und zur Thematik befinden sich online unter www.dresden.de/wawur. Zusätzlich ist geplant, Zwischenergebnisse regelmäßig öffentlich vorzustellen.

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