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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/07/pm_058.php 23.07.2019 14:58:56 Uhr 24.10.2019 00:42:14 Uhr
12.07.2019

WAS BLEIBT?

Auftaktworkshop und öffentliche Podiumsdiskussion zu Nachhaltigkeit und Kreislauforientierung in der Kultur

Dresden bewirbt sich um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Aus diesem Anlass haben die Technischen Sammlungen Dresden und das Kunsthaus Dresden gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft sowie Akteure und Expertinnen und Experten aus Abfallforschung und Abfallpraxis im Rahmen von „Nachbarschaften 2025“ ein Projekt entwickelt, das unter dem Titel „Alles Müll?“ Weichenstellungen für eine zukunftsorientierte, kreislaufbewusste Kulturarbeit zur Diskussion stellt und vorbereitet. Weitere Partner sind das Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der TU Dresden, das Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources der United Nations University, Cradle to Cradle e. V. Regionalgruppe Dresden sowie der Landesverband der Recyclingwirtschaft Sachsen e. V. und die Naturschutzjugend Sachsen.

Am Mittwoch, 21. August 2019, laden die Technischen Sammlungen und das Kunsthaus Dresden gemeinsam mit den Projektpartnern unter dem Titel „Was bleibt?“ zu zwei parallelen Auftaktworkshops und einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein.

Programm

11 – 16.30 Uhr Workshop Kommunizieren und Versorgen mit der Hamburger Agentur Tutaka und Antje Schiffers / Über Lebenskunst Berlin
11 – 16.30 Uhr Workshop Beschaffen, Bauen und Zurückbauen mit dem Stuttgarter Architekturbüro umschichten und dem Dresdner Konglomerat e. V.
19 – 21 Uhr Öffentliche Podiumsdiskussion Was bleibt? mit den oben genannten Referentinnen und Referenten sowie Dr. David Klein, Leiter Kulturhauptstadtbüro, Ulla Wacker (Stadtteilhaus Neustadt und Bunte Republik Neustadt) und Noura Dirani (Japanisches Palais, Staatliche Kunstsammlungen Dresden). Begrüßung Eva Jähnigen, Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft

Referentinnen und Referenten

  • die Hamburger Agentur Tutaka (https://tutaka.com/), die sich bereits seit mehreren Jahren auf die nachhaltige Ausrichtung von Festivals und Gastronomie spezialisiert hat;
  • die Berliner Künstlerin Antje Schiffers, Initiatorin und Kuratorin des mehrjährigen, von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Forschungsprojektes ÜBER LEBENSKUNST, das sich 2009 bis 2012 mit Partnern aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft mit der Frage auseinandersetzte, was das „gute Leben“ in der globalen ökologischen Krise sein könnte. Von ihr stammt auch der von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt empfohlene gleichnamige Leitfaden (http://www.ueber-lebenskunst.org/downloads/uelk_leitfaden_01_de.pdf);
  • das Stuttgarter Architekturduo umschichten, das kreislauforientierte Konzepte für temporäre Architekturen, Ausstellungsgestaltungen, bauliche Interventionen und andere Ausdrucksformen kulturellen Handelns entwickelt und unter anderem das Performeum, ein Festivalzentrum für die Wiener Festwochen und die Kathedrale der Baulust in Kooperation mit Torsten Blume, Bauhaus Dessau, in der Stuttgarter Wagenhalle realisiert hat (http://umschichten.de/);
  • der Dresdner Konglomerat e. V. , der seit 2015 in Dresden Werkstätten für gemeinnützig orientierte Kunststoff- und Metallverarbeitung sowie Elektronik-Recycling betreibt, eine Materialbörse aufgebaut (https://www.konglomerat.org/) und erstmals im Juni in Dresden die überregionale Raumkonferenz durchgeführt hat.

Die Workshops und die Abendveranstaltungen sind kostenfrei. Interessierte können sich bis zum 10. August 2019 für die Teilnahme an einem Workshop unter kunsthaus@museen-dresden.de anmelden.

In Zusammenarbeit der Partner für die Kulturhauptstadtbewerbung ist auch das Dresdner Müllmanifest entstanden, das im Anhang zu finden ist und wesentliche Grundzüge einer zukunftsorientierten Kulturarbeit vorschlägt.

Nachbarschaften 2025 ist eine Ausstellung und ein Prozess begleitet und gestaltet durch das europäische Gestalterkollektiv constructLab. Das Projekt ist Bestandteil der Bewerbung Dresdens um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Die Ausstellung zeigt in Modellen und Zeichnungen sowie mit künstlerischen Arbeiten in vielfältigen Medien die Visionen und Ergebnisse des Anfang 2018 gemeinsam begonnenen Prozesses.

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