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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/07/pm_010.php 05.07.2019 15:08:27 Uhr 17.07.2019 13:42:21 Uhr
01.07.2019

Landeshauptstadt will Mitgliedschaft im WHO-Netzwerk „Gesunde Städte“ fortsetzen

Ausschuss für Gesundheit stimmt einstimmig für Bewerbung an Phase VII bis 2023

Der Ausschuss für Gesundheit hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. Juni 2019, einstimmig für die erneute Bewerbung Dresdens um die Mitgliedschaft im Europäischen Netzwerk „Gesunde Städte“ der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgesprochen. Das Netzwerk arbeitet in 5-Jahres-Phasen. Der anstehende Stadtratsbeschluss (Beschlussvorlage V2904/2019) bildet die Grundlage, damit sich Dresden an der Phase VII bis 2023 beteiligen kann. Der Beschluss wird am Donnerstag, 4. bzw. Freitag, 5. Juli 2019, erwartet.

Im Kern geht es darum, mit internationalem Erfahrungsaustausch zu einer Verbesserung des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens der Dresdnerinnen und Dresdner beizutragen. Dazu erklärt die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann: „Gesundheitsförderung hat in Dresden lange Tradition. Viele der in Dresden entwickelten Innovationen wurden gerade erst durch den fachlichen Dialog mit internationalen Expertinnen und Experten möglich. Für die Zukunft haben wir uns vorgenommen, gesundheitliche Ungleichheit weiter zu verringern und die Bedarfe von Menschen in besonderen Lebenslagen stärker in den Fokus zu nehmen. Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, das Engagement für die Gesundheit der Dresdnerinnen und Dresdner auf internationalem Parkett fortzusetzen und unsere Stadt als attraktives Zentrum für Gesundheit in der Mitte Europas zu positionieren.“ Zu den Zielgruppen, die von dem Engagement im WHO-Netzwerk profitieren, zählen unter anderem Senioren und Langzeitarbeitslose. So wurden mit der vom städtischen WHO-Büro entwickelten Reihe „Bewegung im Stadtteil“ Senioren in den sechs Stadtteilen Loschwitz-Wachwitz, Pieschen, Plauen, Prohlis, Übigau/Mickten und Wilsdruffer Vorstadt erreicht. „Bewegung im Stadtteil“ basiert auf Beteiligung: die Projektteilnehmenden entwickeln Rundgänge in ihren Stadtteilen, entwerfen dazu passende Broschüren und stiften so weitere Menschen der Generation 50+ zu Entdeckungen im Stadtteil an. Dabei trainieren sie nicht nur ihre kognitive Leistungsfähigkeit. Sie erhöhen auch ihre Bewegung im Freien und integrieren sich besser im Stadtteil. Die erarbeiteten kleinen Hefte fanden bei den Senioren großen Zuspruch, sodass eine Neuauflage gedruckt wurde. Auch die gesetzliche Krankenversicherung wurde auf das Programm aufmerksam und stieg 2018 mit einer Förderung von 116 000 Euro in das 3-Jahres-Vorhaben ein. „Dass sich die Chancen auf Drittmittel erhöhen, ist ein schöner Nebeneffekt unserer Mitgliedschaft im WHO-Netzwerk“, resümiert die Gesundheitsbürgermeisterin.

Als weiteres Erfolgsprojekt zählt Kaufmann die Veranstaltungsreihe „Fit im Park“ auf: „Im Fokus steht die Bewegungsförderung bei Erwachsenen, die bislang wenig sportlich aktiv sind.“ Über 1 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren beim Auftakt im Jahr 2017 dabei, 2018 fast doppelt so viele. Anlass genug für das Gesundheitsamt, das Programm mit dem Stadtsportbund Dresden e. V. und weiteren Partnern der Gesundheits- und Sportbranche 2019 fortzusetzen. „Fit im Park“ bietet in diesem Jahr noch bis Freitag, 2. August, auf öffentlichen Grünflächen gesundheitsfördernde Bewegung für jedermann. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bereits seit 1991 ist Dresden Mitglied im Europäischen Netzwerk „Gesunde Städte“ der WHO. In der letzten Arbeitsphase (Phase VI) vereinte das Netzwerk 85 Städte in 31 Ländern. Dresden und Düsseldorf sind derzeit die einzigen deutschen Mitgliedsstädte. Fachlich begleitet und unterstützt wird das internationale Engagement vom Dresdner WHO-Beirat „Gesunde Städte“, in dem sich Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft gemeinsam für Gesundheit in Dresden einsetzen.

Weitere Informationen unter: www.dresden.de/who

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