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25.06.2019

Gorbitz trotzt dem Hitzesommer

Planer suchen Maßnahmen für Abkühlung im Stadtteil – Gesundheitsamt berät auf Spaziergang

Am Donnerstag, 27. Juni 2019, beantwortet das Forschungsteam des Projekts „Hitzeangepasste Stadt“ (HeatResilientCity, kurz HRC) im Gorbitzer Stadtblickpark Fragen rund um das Thema Hitze. Außerdem dürfen die Anwohner selbst in die Rolle der Planer schlüpfen: Wo genau wünschen sie sich mehr Bäume in ihrem Stadtteil? Wo sollen Trinkbrunnen oder mehr Sitzbänke im Schatten aufgestellt werden? Die Verortung konkreter Wünsche in Gorbitz hilft dem Forschungsteam, Maßnahmen umzusetzen, die sich an den Bedürfnissen vor Ort orientieren. Ab 10 Uhr sind die Experten im Gorbitzer Stadtblickpark Höhe Wilsdruffer Ring anzutreffen.

Gleichzeitig startet dort ein kostenfreier Gesundheitsspaziergang unter Leitung des Gesundheitsamts mit Tipps für den Sommer. Entlang der drei Kilometer langen Strecke geben Experten Informationen für die heißen Tage. Neben gesundheitlichen Empfehlungen beraten sie auch zum optimalen Sonnenschutz und über ein geeignetes Bewegungsprogramm. Auch Hinweise zur hitzeangepassten Ernährung fehlen nicht. Der Spaziergang wird vom Umweltamt mit einem Hitzestressmessgerät begleitet, um sowohl die positive klimatische Wirkung von Grünflächen, als auch die starke Belastung in der prallen Sonne zu messen. Start des Spaziergangs ist 10 Uhr. Die Tour dauert etwa zwei Stunden.

„Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen sind gute Voraussetzungen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, verdeutlicht Wolfgang Socher, Amtsleiter des Dresdner Umweltamtes, die Aktualität des Themas. „Der diesjährige Juni ist rekordverdächtig heiß. Bereits jetzt stellt er mit sechs heißen Tagen den des letzten Hitzesommers in den Schatten“, ergänzt er. Als heiß werden Tage meteorologisch eingestuft, wenn ihre Tageshöchsttemperatur mindestens 30 Grad Celsius beträgt.

Zielstellungen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Hitzeangepasste Stadt können unter http://heatresilientcity.de nachgelesen werden. Informationen zu den Gesundheitsspaziergängen stehen unter www.dresden.de/walkingpeople.

Hintergrund
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt „HeatResilientCity“ (Hitzeresiliente Stadt- und Quartiersentwicklung in Großstädten am Beispiel von Dresden und Erfurt) als Vorhaben der „Leitinitiative Zukunftsstadt“ im Themenbereich „Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region“. Für die Laufzeit bis Herbst 2020 erhalten die Projektpartner insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Wissenschaftliche Partner sind das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden, das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der Fachhochschule Erfurt (ISP), das Institut für Hydrologie und Meteorologie der Technischen Universität Dresden und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Praxispartner sind das Umwelt- und Naturschutzamt der Landeshauptstadt Erfurt, das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden sowie die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden.

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