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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/06/pm_098.php 28.06.2019 13:41:12 Uhr 22.11.2019 04:06:52 Uhr
Meldung vom 25.06.2019

Kunst aus der Tonne für die Tonne

Der Dresdner Künstler Thomas Judisch setzt dem Müll ein Denkmal, der häufig die Elbwiesen „schmückt“. Pappteller, Plastikbesteck und Coffee-to-go-Becher – was eigentlich für die Deponie bestimmt ist, gießt er in Bronze und stellt sie dort aus, wo Abfälle viel zu selten landen: Auf den Mülleimern am Neustädter Elbufer zwischen Japanischem Palais und dem Fähranleger der Johannstädter Elbfähre.

Mit seinen Skulpturen unter dem Titel „Curry Royal“ macht der Künstler auf die Vermüllung am Elbufer aufmerksam. Die Aktion unterstützt die städtische Kunstkommission mit rund 4 500 Euro. Vorerst für drei Jahre sind die fünf Plastiken an den Papierkörben zu sehen. „Als Mitglied der Dresdner Kunstkommission freue ich mich besonders über die Installationen. Sie machen auf außergewöhnliche Weise auf das Thema Vermüllung im öffentlichen Raum aufmerksam und leisten damit einen wichtigen Beitrag im Rahmen unserer Kampagne #Nichtganzsauber, die Dresdnerinnen und Dresdner zu erinnern, dass Picknickreste und andere Abfälle nicht auf die Elbwiese, sondern in den Papierkorb gehören“, sagt Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

„Indem wir etwas im öffentlichen Raum hinterlassen, gestalten wir unsere Umgebung. Wir sind verantwortlich dafür“, ergänzt Künstler Thomas Judisch und lädt gleichzeitig am 27. Juni 2019, um 18 Uhr, an den Fähranleger, Ecke Diakonissenweg, zur offizielle Einweihung mit informellem Spaziergang zum Japanischen Palais mit Halt am „Café Rosengarten“ und beim Bogenschützen sowie am Areal der Filmnächte ein.

Weitere Informationen zur Kampagne und zum Kunstprojekt gibt es auf der Kampagnenwebsite www.nicht-ganz-sauber.de

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