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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/06/pm_085.php 21.06.2019 13:08:01 Uhr 17.07.2019 13:37:23 Uhr
21.06.2019

Trinkwassernetz im Dresdner Norden wird ausgebaut

Neue Rohrleitungen erhöhen Kapazität und sichern zukünftige Versorgung ab

Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung (li.), und DREWAG NETZ-Geschäftsführer Gerd Kaulfuß erläutern das Vorhaben zum Ausbau des Trinkwassernetzes im Dresdner Norden

Die DREWAG NETZ GmbH baut im Auftrag des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden das Trinkwassernetz im Norden der Stadt aus. Heute, Freitag, 21. Juni 2019, informierten der Leiter der Wirtschaftsförderung, Dr. Robert Franke, und Gerd Kaulfuß, Geschäftsführer der DREWAG NETZ GmbH, vor Ort über den aktuellen Stand der Baumaßnahme und die weitere Planung.

Der Dresdner Norden ist bei Unternehmen gefragt, die Gewerbegebiete prosperieren. Besonders Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Mikroelektronik und Nanotechnologie konzentrieren sich dort. Sie profitieren von der guten Infrastruktur und der Nähe zueinander. Allerdings benötigt die Branche bei der Produktion große Mengen Wasser. Mittlerweile ist die Kapazitätsgrenze erreicht: „Das Trinkwassernetz ist mit den belieferten Großverbrauchern wie Globalfoundries, Infineon, Flughafen Dresden, X-FAB, den Fraunhofer-Instituten sowie den Ortsteilen Klotzsche, Weixdorf und Langebrück an seiner Leistungsgrenze angelangt“, führt Gerd Kaulfuß aus. Insgesamt werden daher rund 4,5 Kilometer Rohrleitung mit größeren Durchmessern von bis zu einem halben Meter verlegt. Damit wird die Wasserkapazität um 600 Kubikmeter pro Stunde erhöht, so viel wie 3 000 Badewannen voll. „Von der zur Verfügung stehenden Menge profitieren in erster Linie natürlich die Unternehmen. Aber auch für die Anwohner hat der Ausbau einen Vorteil, denn wir bauen das Trinkwassernetz hier redundant aus. Das heißt, wenn eine Leitung ausfällt, kann eine andere zugeschaltet werden“, erklärt Dr. Robert Franke. Hauptanliegen ist aber, die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Dresden weiter zu befördern. Bei der Ansiedlung von neuen Unternehmen steht Dresden im weltweiten Wettbewerb. Und bei der Standortsuche spielt nicht nur die Flächengröße, sondern vor allem auch die vorhandene Infrastruktur eine wesentliche Rolle. „Hier müssen wir zukunftsfähig aufgestellt sein. Deshalb lassen wir als Wirtschaftsförderung neben Straßen oder Breitbandanschlüssen eben auch mal neue Trinkwasserleitungen bauen“, sagt Franke.

Die Bauarbeiten in der Radeburger Straße und der Hellerstraße sind abgeschlossen. Aktuell wird in der Straße Am Torfmoor und in der Wilschdorfer Landstraße gebaut. Weitere Baumaßnahmen sind in der Ludwig-Kossuth-Straße, im Lausaer Weg und in der Hermann-Reichelt- Straße geplant. Die Gesamtmaßnahme soll spätesten im Dezember 2021 abgeschlossen sein. „Wir versuchen die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. An Kreuzungen bauen wir beispielsweise in den Ferien, legen die Rohre, wenn möglich, in die Gehwege oder ziehen die Bauarbeiten an bestimmten Stellen, wie Zufahrten zu Firmengeländen, vor“, so Kaulfuß.

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens belaufen sich auf rund 5,6 Millionen Euro, davon sind rund 3,9 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erfolgt auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Deutschen Bundestags beschlossenen Haushaltes.

Darüber hinaus baut die DREWAG parallel zum Fördermittelvorhaben weitere Trinkwasseranlagen aus. Geplant sind Erweiterungen in der Anlage Hochbehälter Nord und Anpassungen im Pumpwerk Pillnitz-Moritzburger Weg. Auch beim Ausbau des Standortes Hochbehälter Hosterwitz sind Maßnahmen zur Erhöhung der Förderkapazität in das nördliche Stadtgebiet inbegriffen. Neben den Investitionen für den Trinkwasser-Ausbau sind umfangreiche Baumaßnahmen für die Strom- und Gasversorgung nötig. Unter anderem hat die DREWAG an der Radeburger Straße ein neues Umspannwerk errichtet und im Karree Rähnitzer Allee, Knappsdorfer Straße, Am Ehrlichtberg neue Gas-Hochdruckleitungen verlegt.

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