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18.06.2019

Baubürgermeister beauftragt ein Hochhausleitbild für Dresden

Dresdnerinnen und Dresdner können sich in den Prozess einbringen

Seit dem 1. Mai 2019 arbeitet Städtebauer Christian Blum aus dem Büro Eckhaus AG Städtebau Raumplanung in Zürich im Auftrag des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften an einem Hochhausleitbild für Dresden. Christian Blum und seine Mitarbeiter werden unterstützt durch den Architekturhistoriker Christoph Schläppi.

„Die naturräumliche Schönheit des Elbtals, das Zusammenspiel von Stadt und Landschaft, die Silhouette der Stadt machen Dresden aus. Seit Jahrhunderten inspirieren sie Künstler. Menschen aus aller Welt sind zu Gast. Für uns als Stadtplaner ist dies Verpflichtung und Verantwortung“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Heute wenden sich Bauherren an uns, die auf ihrem Grundstück ein Hochhaus bauen wollen. Wir wollen es aber nicht dem Zufall überlassen, welches Bauvorhaben an uns herangetragen wird, sondern erarbeiten ein Hochhausleitbild. Wenn wir ein Hochhaus zulassen, muss dieses qualitätvoll sein und das Stadtbild bereichern. Mit den Dresdnerinnen und Dresdnern wollen wir darüber in einen Dialog treten. Zum Schluss wird der Stadtrat über das Hochhausleitbild befinden“, beschreibt Schmidt-Lamontain den Prozess.

Die Arbeit am Hochhausleitbild vollzieht sich in drei Schritten:

Sie beginnt mit einer Analyse des Genius Loci Dresdens. Bauliche Charakteristika werden dabei herausgearbeitet, wie auch Aura und Atmosphäre der Stadt.
Im zweiten Schritt werden Ausschluss- und Eignungsräume für Hochbauten identifiziert. „Die Planer werden untersuchen, in welchen Räumen Hochbauten grundsätzlich denkbar sind, und in welchen Räumen sie ausgeschlossen sind. Ausgeschlossen sind sie vor allem, wenn sie die Blickbeziehung in die Altstadt stören“, erläutert Schmidt-Lamontain.
Im letzten Schritt wird ein Qualifzierungshandbuch erarbeitet. Es wird dem Stadtplanungsamt Qualifizierungskriterien an die Hand geben, mit denen eventuelle Hochausprojekte beurteilt und qualifiziert werden.
Die Dresdnerinnen und Dresdner können sich in den Prozess einbringen. Jeder dieser Arbeitsschritte wird durch eine öffentliche Dialogveranstaltung begleitet. Dazu wird gesondert einladen.

Den Auftakt bildet eine Veranstaltung am Donnerstag, 20. Juni 2019, 18 Uhr, im Zentrum für Baukultur Sachsen, im Kulturpalast Dresden, Eingang über Galeriestraße, Schloßstraße 2. Unter dem Titel „Der Blick auf die Stadt – Topografie, Landschaft und Silhouette als Gesamtkunstwerk“ wird ausgehend von ersten Überlegungen für ein Hochhausleitbild über die Perspektiven zur Fortentwicklung des Dresdner Stadtbildes diskutiert. Mit dabei sind Christian Blum (Eckhhaus AG Städtebau Raumplanung, Zürich), Prof. Dorothea Becker (HTWK Leipzig) und Prof. Günter Vogt (ETH Zürich) unter Moderation von Prof. Jörn Walter (Stadtplaner Hamburg).
Es ist die dritte Veranstaltung einer Diskussionsreihe der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden und dem Zentrum für Baukultur Sachsen.

Weiteres Thema:
Donnerstag, 27. Juni 2019, 18 Uhr, im Zentrum für Baukultur Sachsen: Städtebau nach dem Mobilitätswandel

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