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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/06/pm_041.php 19.06.2019 13:59:40 Uhr 21.08.2019 06:30:45 Uhr
13.06.2019

Vorträge und Info-Veranstaltung zur Prostitution in Dresden

Unter dem Titel „Dresdens gekaufte Liebe“ lädt die Stadt zur Beschäftigung mit dem Thema ein

Unter dem Titel „Dresdens gekaufte Liebe“ werden auf dem Dr.-Külz-Ring, Eingang zur Altmarktgalerie, am Montag, 17. Juni, und Dienstag, 18. Juni 2019, 10 bis 20 Uhr, ein Wohnwagen mit Infotafeln und ein Infostand aufgestellt, die dazu anregen, sich mit dem Thema Prostitution zu beschäftigen. Dazu laden das Gesundheitsamt gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten, der Aids-Hilfe Dresden e. V. und Pro Familia Sachsen ein anlässlich des Internationalen Hurentages, der weltweit am 2. Juni begangen wird.

Viele Dresdner verbinden die Wohnwagen noch mit dem Straßenstrich aus der Zeit nach der Wende. In dieser Form gibt es Prostitution nicht mehr. So informieren Tafeln über das reale Geschehen in Dresden. „Dabei soll deutlich werden, dass sich Prostitution auch in Dresden sehr vielfältig gestaltet und oftmals nicht den gängigen Klischees entspricht“, sagt Dr. Matthias Stiehler, Leiter des Sachgebietes Sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Dresden. „Uns ist es wichtig, auf das Thema jenseits von Sensationslust aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass es ein Teil unseres Stadtlebens ist.“ Am Infostand können sich die Besucher über gesetzliche Grundlagen informieren und Fragen stellen, die sie zu diesem Thema interessieren.

Zudem findet am Montag, 17. Juni, 20 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses, Rathausplatz 1, eine Veranstaltung mit dem Titel „Prostitution im Wandel der Zeit“ statt. Drei Vorträge befassen sich mit den Themen Prostitution im Dresdner Mittelalter, zu Zeiten der DDR und in der Gegenwart. Der Eintritt ist frei.

Der internationale Gedenktag gegen die Diskriminierung von Prostituierten geht auf einen Streik von Sexarbeiterinnen in Lyon (Frankreich) im Jahre 1975 zurück. Sie besetzten dort eine Kirche, um auf ihre schwierige Arbeitssituation aufmerksam zu machen und forderten Freiheit in ihrer Berufsausübung. Mit diesem Protest erregten die Sexarbeiterinnen weltweit Aufsehen. In vielen anderen Ländern kam es zu Sympathiebekundungen auch außerhalb des Milieus. Seit 2001 gilt der rote Regenschirm als Symbol des Widerstandes gegen Unterdrückung und Diskriminierung von Prostituierten.

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