Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/06/pm_011.php 11.06.2019 08:04:02 Uhr 22.09.2019 13:19:04 Uhr
05.06.2019

Streetworker unterwegs gegen Sucht

Drogenkonsumenten aufsuchen und aufklären – das ist das Ziel der Straßensozialarbeiter, die seit kurzem am Wiener Platz im Einsatz sind. Die sechs Streetworker von „SafeDD“ gehen aktiv auf die Menschen zu. Jetzt haben sie ein Büro in der Nähe, an der St.-Petersburger Straße 14. Der Ort ist auch Anlaufstelle für Anwohner und Gewerbetreibende sowie Koordinierungspunkt für die Straßensozialarbeit in anderen Stadtteilen. Das Angebot wird bewusst nicht nur auf das Areal um den Dresdner Hauptbahnhof begrenzt. Das mobile Team „SafeDD“ ist telefonisch zu erreichen unter 0351-48422960. Jeden Dienstag von 10 Uhr bis 16 Uhr sind sie im Büro. Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann erklärt: „Wir werden es nicht hinnehmen, dass Drogen auf öffentlichen Plätzen gehandelt und konsumiert werden. Deshalb haben wir mit dem Maßnahmenplan für Suchtprävention ein System aus Prävention, Intervention und Repression entwickelt, gemeinsam mit anderen Akteuren. Wichtig dabei ist es, die einzelnen Maßnahmen gut zu koordinieren. Hier helfen uns Arbeitsgruppen, die von den Stadtbezirksamtsleitern und Stadtbezirksamtsleiterinnen moderiert werden. Mit dem neuen Angebot leistet das Gesundheitsamt gezielt Suchthilfe vor Ort. Der Wiener Platz ist der Anfang. Wir haben weitere Brennpunkte, wie den Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz im Blick.“

Die Suchtzentrum Leipzig gGmbH betreut das Projekt. Er erreicht vorwiegend Erwachsene. Schwerpunkte der Arbeit sind die Sucht nach Alkohol, Cannabis und Crystal. Oft geht es zusätzlich um andere gesundheitliche Einschränkungen, besonders psychische Auffälligkeiten und soziale Schwierigkeiten, wie Wohnungslosigkeit. Die Klienten werden zu Suchtberatungsstellen in der Stadt begleitet und bekommen andere Hilfeangebote vermittelt.

Alf-Rüdiger König, Leiter der Abteilung Sächsische Krankenhäuser, Psychiatrische Versorgung, Landesprüfungsamt und Sonderaufgaben im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz: „Der integrierte sozialraumbezogene Ansatz hat uns überzeugt. Deshalb beteiligt sich der Freistaat an den Kosten dieses aufsuchenden Hilfeangebots.“ Die Gesamtkosten für „SafeDD“ betragen 304 000 Euro.

Drucken