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03.06.2019

Was macht Dresden für saubere Luft?

Neuer Luftreinhalteplan in Kraft

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen will die Stadtverwaltung als zuständige Behörde die Luftqualität in Dresden verbessern. Sie sind im Luftreinhalteplan zusammengefasst, den die die Dresdnerinnen und Dresdner ab sofort unter www.dresden.de/luftreinhalteplan nachlesen können. Der Plan ist eine Weiterführung des Luftreinhalteplans aus dem Jahr 2011. Aufgrund der bekanntgewordenen Defizite bei Dieselfahrzeugen gab es weiterhin Grenzwertüberschreitungen im Stadtgebiet. Eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteplans war deshalb unumgänglich. Dresdens neuer Luftreinhalteplan wurde im April von Oberbürgermeister Dirk Hilbert in Kraft gesetzt.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, einen Plan aufzustellen, der ohne die befürchteten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge auskommt", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen und ergänzt: „Wir erreichen das auch, weil wir ÖPNV und Radverkehr fördern.“

Der neue Luftreinhalteplan hat viele Maßnahmen aus dem Verkehrsentwicklungsplan und anderen Konzepten übernommen, die die Luftqualität verbessern sollen. So wird der Fußgänger- und Radverkehr weiter gestärkt. Fahrradfreunde dürfen sich auf die Anbindung der Elbbrücken an den Elberadweg und den durchgehenden Ausbau des rechtselbischen Radweges freuen. Auch Fahrradparkhäuser am Hauptbahnhof und am Bahnhof Neustadt sind geplant. Ferner möchte die Stadtverwaltung gemeinsam mit weiteren Partnern ein Verleihsystem für Lastenfahrräder im Stadtgebiet einrichten.

Einen weiteren Schwerpunkt legt der neue Luftreinhalteplans auf die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Ein Instrument ist die Ausweitung des Kombiticket-Angebotes für Sport- und Kulturveranstaltungen mit einheitlichen Regelungen für größere Veranstalter. Die Parkraumbewirtschaftung soll ebenfalls die umweltfreundlichen Fortbewegungsarten unterstützen und den Autoverkehr im Stadtzentrum verdrängen. So wird die Zahl der Stellplätze im Zentrum reduziert und die Parkgebühren werden erhöht. Zudem gibt es mehr Parkplätze, die den Anwohnern vorbehalten sind. Für hochbelastete Straßenabschnitte wie die Bergstraße wurden verkehrsorganisatorische Maßnahmen ergriffen, beispielsweise Geschwindigkeitsüberwachungen. Auch bauliche Änderungen können für bessere Luftqualität sorgen. So wird im Zuge der Sanierung der Königsbrücker Straße der Verkehrsraum neu aufgeteilt und die Straßenführung geändert. Beidseitig soll es künftig breite Radstreifen geben.

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