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23.05.2019

Studentischer Ideenwettbewerb für die Leipziger Vorstadt

Baubürgermeister initiiert gesamtstädtische Debatte zur Zukunft des Areals

Auf Initiative des Baubürgermeisters Raoul Schmidt-Lamontain findet für das Areal der Leipziger Vorstadt derzeit ein studentischer Ideenwettbewerb mit sieben namhaften Universitäten statt.

„Wie weiter mit den Flächen des Alten Leipziger Bahnhofs? Das ist eine der Fragen, mit der die Dresdnerinnen und Dresdner seit Jahren ringen. Und dies zu Recht“, stellt Raoul Schmidt-Lamontain fest. „Die Fläche ist in vielerlei Hinsicht wertvoll – sei es historisch, stadträumlich oder wirtschaftlich, und das öffentliche Interesse an einer adäquaten Nutzung ist groß. Der Alte Leipziger Bahnhof steht nicht für sich allein. Er ist Teil der Leipziger Vorstadt und mit dieser Teil eines Gebietes, das starken Veränderungen unterliegt. Das Stadtplanungsamt hat ermittelt, dass in der Leipziger Vorstadt ein Wohnstandort mit bis zu 1 700 Wohnungen entstehen könnte“, umreißt Schmidt-Lamontain die planerische Herausforderung.

Fragen der Stadtentwicklung müssen öffentlich diskutiert werden. Beteiligung und Debatte sind erwünscht. Mit der Entscheidung zum Masterplan Leipziger Vorstadt hat der Stadtrat seine Ziele definiert. Nun gilt es, diese weiterzuentwickeln und zu präzisieren.
Bundesweit arbeiten Studentinnen und Studenten der Architektur sowie Stadtplanung von sieben Universitäten ein ganzes Semester zur Weiterentwicklung des Gebiets. Im April startete der städtebauliche Ideenwettbewerb für die Leipziger Vorstadt bereits mit einem Vor-Ort-Besuch und einem Kolloquium unter Beteiligung der

  • RWTH Aachen
  • TU Berlin
  • TU Braunschweig
  • BTU Cottbus
  • TU Dresden
  • HafenCity Universität Hamburg
  • Leibnitz Universität Hannover.

Auf Vorschlag der TU Berlin entstand ein bundesweites Netzwerk von Universitäten, die zu dem Wettbewerb unter dem Titel „Dresden Commoning – Städtebau für kollektive Stadtproduktion“ eingeladen wurden. In Kooperation mit der Johannes-Göderitz-Stiftung in Braunschweig, die sich der Nachwuchsförderung verschrieben hat, wurde der Wettbewerb gemeinsam ausgelobt. „Wir freuen uns auf wegweisende Entwürfe und Ideen, die exemplarisch zur Debatte um städtisches Gemeinwohl beitragen und eine gemeinschaftliche Perspektive für das Stadtwachstum in Dresden formulieren“, sagen die Veranstalter Angela Million, Felix Bentlin und Zuzana Tabačková. Die Johannes-Göderitz-Stiftung stellt Preisgelder für die Sieger des Wettbewerbs zur Verfügung.

Gegen Jahresende werden die Ergebnisse in einer Ausstellung in Dresden vorgestellt. Die Veranstalter der TU Berlin sowie die beteiligten Universitäten und der Vorstand der Johannes-Göderitz-Stiftung sehen die Präsentation der eingereichten Wettbewerbsarbeiten als Chance, mit den Dresdnerinnen und Dresdnern in Austausch zu kommen und mutige Denkanstöße zur zukünftigen Stadtentwicklung zu geben.

„Der studentische Ideenwettbewerb kann eine gesamtstädtische Debatte zur Zukunft des Gebiets bereichern. Dafür werden wir dem Stadtrat nach der Sommerpause ein Beteiligungskonzept für das Areal vorlegen. Eine Auftaktveranstaltung kann dann zeitlich in Abhängigkeit von grundsätzlichen Weichenstellungen durch den Stadtrat erfolgen. In diesen Prozess werden die Grundstückseigentümer, Bürgerinnen und Bürger, städtische Fachressorts und Planer eingebunden. Die Dresdnerinnen und Dresdner lade ich ein, sich einzubringen“, sagt Schmidt-Lamontain.

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