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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/05/pm_057.php 16.05.2019 09:58:17 Uhr 19.05.2019 11:49:53 Uhr
16.05.2019

Fotoausstellung „Trauertattoo“ – Unsere Haut als Gefühlslandschaft“

Städtischer Bestattungsdienst über eine neue Form der Trauer

Veranstaltungsplakat Trauertattoo

Der Städtische Bestattungsdienst, Löbtauer Straße 70, zeigt von Montag, 20. Mai, bis Freitag, 31. Mai, in der Feierhalle die Ausstellung „Trauertattoo – Unsere Haut als Gefühlslandschaft“. Sie ist Montag bis Sonnabend, 10 bis 18 Uhr sowie Sonntag nach Absprache zu sehen.
Am Sonnabend, 25. Mai, 14 bis 18 Uhr, besteht die Gelegenheit, sich mit der Dresdner Tätowiererin Birgit Hahn und ehrenamtlichen Trauerbegleitern des Malteser Hilfsdienstes zum Thema auszutauschen.

In den letzten Jahren ist eine Veränderung der Trauerkultur zu beobachten. Friedhöfe als Orte der Trauer und des Erinnerns stehen in der Diskussion. Es sind nicht mehr allein das gepflegte Grab und der gestaltete Grabstein oder der Besuch am Grab, die zur Trauerbewältigung beitragen. Früher wurde schwarze Kleidung als Zeichen des Verlustes einer nahestehenden Person getragen. Das ist heute oft nur noch bei der Beerdigung der Fall.
Neue Formen des Ausdruckes der Trauer entstehen, zum Beispiel: Aufstellen eines Holzkreuzes an der Unfallstelle, Erinnerungsschmuck, Kondolenzbucheinträge im Internet oder Gestalten der Urne oder Bemalen des Sarges.
Eine besondere Form, sich an jemanden zu erinnern und sich mit ihm für immer verbunden zu fühlen, ist das Tattoo. Es ist keiner Altersgruppe vorbehalten. Die Trauernden haben sich lange und intensiv mit ihrer Entscheidung auseinandergesetzt. Ihre Trauer wird für jedermann sichtbar. Die Motive sind vielfältig und individuell: der Name, ein Datum oder ein Symbol, schwarz oder auch farbig.

Die Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und die Trauerbegleiterin Katrin Hartig haben Trauernde fotografiert und zu den Geschichten hinter dem Tattoo befragt. Entstanden ist eine beeindruckende Fotoausstellung „Trauertattoo – Unsere Haut als Gefühlslandschaft“. Trauer wird sichtbar und soll gesehen werden.

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