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11.05.2019

Oberbürgermeister verleiht Kunstpreis und Förderpreis der Landeshauptstadt

Neue Preisskulptur und neuer "Dresdner Strauß" für die Geehrten

Heute, Sonnabend, 11. Mai 2019, 11 Uhr wird es feierlich im Kronensaal des Schlosses Albrechtsberg. Oberbürgermeister Dirk Hilbert ehrt den Kunstpreisträger 2019 der Landeshauptstadt Dresden und die Förderpreisträger 2019.
Den Kunstpreis 2019 erhält Marcel Beyer. Er gehört zu den profiliertesten und bekanntesten deutschen Autoren der Gegenwart. Seit 1996 wohnt und arbeitet Beyer in Dresden und hat sich seither immer wieder mit seiner neuen Heimatstadt auseinandergesetzt. In seinem Roman „Kaltenburg“ erfasst er den „Charakter der Stadt“ in außergewöhnlicher Weise.
Erstmalig werden 2019 zwei Förderpreise verliehen: Einen Förderpreis erhält die Galerie Ursula Walter. Die Galerie ist seit einigen Jahren einer der wichtigsten Ausstellungsorte für einen intensiven Austausch über zeitgenössische Kunst in Dresden. Sie wird von einer Künstlergruppe ehrenamtlich betrieben. Sie zeichnet sich außerdem als ein Laboratorium für aktuelle professionelle Ausstellungspraxis und Vermittlungsarbeit aus.

Der zweite Förderpreis geht an Olaf Katzer. Der Dirigent hat mit Aufführungen sowohl neuer als auch alter Musik international ein beachtliches Interpretationsniveau erreicht. Sein Experimentieren mit Ausdrucksformen ist immer ein Balanceakt zwischen anspruchsvollen, oft interdisziplinären Werken und dem Streben nach Publikumsnähe. Insbesondere mit dem Ensemble Auditivvokal Dresden arbeitet er in der „Neuen Musik“ an neuen relevanten Sprachen. Die musikalischen Beiträge zur Verleihung gestalten Förderpreisträger Olaf Katzer mit AUDITIVVOKAL DRESDEN und Kunstpreisträger Marcel Beyer gemeinsam.

Nach dem Auftakt mit Harald Muenz Stück "des volkes weise. ein spottchor" für vierstimmiges Solistenquartett a capella, begrüßt der Oberbürgermeister die Preisträger und Gäste. Zuerst erhält die Galerie Walter den Förderpreis 2019. Die Laudatio spricht Dr. Holger Birkholz, Kurator für die Malerei des 19. Jahrhunderts bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Dann wird der zweite Förderpreis 2019 an Olaf Katzer übergeben. Für ihn hält Dr. Friedrich Hausen die Laudatio. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Soziologie an der Technischen Universität Dresden. Nach Torsten Reitz Uraufführung "Buchstaben" mit dem Text von Marcel Beyer, erhält Marcel Beyer den Kunstpreises 2019. Für ihn hält Axel Helbig, Redakteur der Zeitschrift OSTRAGEHEGE die Laudatio. Der a cappella Song "Song Books“ von John Cage bildet das Finale.

Als Gäste der Verleihung haben sich unter anderem angemeldet: die Zweite Bürgermeisterin, Annekatrin Klepsch; Oberbürgermeister a. D., Dr. Wolfgang Berghofer; Mitglieder des Dresdner Stadtrates und des sächsischen Landtages, der Rektor der TU Dresden, Dr. Hans Müller-Steinhagen, die Intendantin Dresdner Philharmonie, Frauke Roth; der Intendant des Schauspielhauses, Joachim Klement und der Direktor Verkehrsmuseum Dresden, Dr. Joachim Breuninger.

Neue Preisskulptur

2019 wird erstmalig das neue von Patricia Westerholz gestaltete Preissymbol „Vom Bohren dicker Bretter“ überreicht. Die Skulptur besteht aus einer Kassette, der Reliefplatte mit Lochstruktur (Material Avonite: mineralischer Werkstoff zwischen Stein und Kunststoff) und einem Glaszylinder. Grundgedanke dabei war ein Skizzenbuch, in dem Ideen langsam geformt, verworfen oder wieder aufgegriffen werden. Durch das Material hindurch kann man neue Dimensionen entdecken. Um eine Unterscheidung zwischen Kunst- und Förderpreis kenntlich zu machen, ist der Glaszylinder für die Förderpreis-Preisskulptur durchsichtig und für die Kunstpreis-Preisskulptur blau.

Neuer "Dresdner Strauß"

Anlässlich der Kunst- und Förderpreisverleihung übergibt Oberbürgermeister Dirk Hilbert einen neu gestalteten „Dresdner Strauß“ an die Preisträger. „Der Strauß hat eine typisch barocke Gestalt und bringt Fülle und Pracht mit sich. Die gelben Farben interpretieren Schönheit, Freude, neuen Lebensmut, Dynamik und Wärme. Dezente schwarze Elemente stehen symbolisch für die traurigen Erinnerungen Dresdens“, erläutert Floristikmeisterin Cornelia Wenk von Gitterseeflorist Die Stadt hatte einen Wettbewerb ausgelobt, um den „Dresdner Strauß“ neu zu kreieren. Das besondere Arrangement in den Stadtfarben Gelb und Schwarz schmückt ein kleines Kunstwerk zur Erinnerung. Eine Urkunde mit der Beschreibung des „Dresdner Straußes“, welche in einem Serviettenring mit stilisierter Stadtsilhouette aus Bambus gehüllt ist und eine Porzellanmedaille, hergestellt von Olaf Stoy, Atelier für Kunst und Gestaltung, haben die Jury überzeugt.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert wird den „Dresdner Strauß“ bei besonderen Anlässen übergeben. Dazu zählen die Verleihungen von Ehrentiteln, Preisverleihungen, besondere Empfänge, Ordensverleihungen und Verabschiedungen. Nach einer Geschäftsschließung gab es den alten „Dresdner Strauß“ nicht mehr. Nach fünf Jahren wurde das floristische Unikat in den Stadtfarben nunmehr mit der modernen Neuauflage ersetzt. Der Strauß mit seinen besonderen Beigaben darf nur für die Landeshauptstadt Dresden gebunden werden.

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