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29.04.2019

Pieschen: „Kulturjahr Sucht“

Mitmachaktionen, Lesungen, Theater, Spiele und Beratungsstände laden ein

Darf man Kunst als Methode der Suchtprävention nutzen? Diese Frage zieht sich als roter Faden durch das „Kulturjahr Sucht“. Das ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Dresden und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wie unterschiedlich die Antworten darauf ausfallen können, zeigen die Aktionstage für Suchtprävention am Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Mai 2019, jeweils von 14 bis 19 Uhr in Pieschen. Das Programm ist auf diesen Plätzen zu erleben: am Kinder- und Jugendhaus Emmers, Bürgerstraße 68; an der Haltestelle Altpieschen, Leipziger Straße; auf dem Vorplatz des Geschäftshauses Mickten, Sternstraße 1 a.

Geplant sind künstlerische Projekte und Mitmachaktionen. So können Besucherinnen und Besucher mittels Virtual Reality-Brillen die Welt erleben und sich am 3D-Drucker künstlerisch ausprobieren. Es gibt ein Live-Programm in einem überdimensionalen Fernseher, das mittels Buzzer beeinflussbar sein wird. Außerdem laden Lesungen, interaktives Theater und ein innovatives Spiel ein. Informierend und unterhaltsam schaffen die Projekte einen Zugang zum Thema Suchtprävention. Spiele laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein, an den Ständen gibt es Beratung zu Hilfsangeboten und Informationen zum Thema. Eine Cocktailbar lädt ein, alkoholfrei zu genießen.

„Kunst ist ein wunderbares Mittel, den Panzer des Schweigens rund um das sensible Thema Sucht und die damit verbundenen Gefahren zu knacken“, sagt die Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann. „Wir wollen die Menschen erreichen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Aktionstage in Pieschen bieten uns dafür eine hervorragende Gelegenheit“, sagt die Gesundheitsbürgermeisterin weiter.

Die Aktionstage in Pieschen bilden den Auftakt zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht im Sozialraum. Weitere Aktionstage sind im Juni in Prohlis sowie im September in Gorbitz und in Loschwitz geplant.

Über das „Kulturjahr Sucht“

Das innovative „Kulturjahr Sucht“ wurde 2017 als Modellprojekt vom Dresdner Gesundheitsamt entwickelt. Es wird von der BZgA gefördert. Theaterstücke, Performances und weitere künstlerische Auseinandersetzungen sollen das Gesundheitsbewusstsein der Dresdnerinnen und Dresdner anregen. Die Themen Sucht, Suchtmittelkonsum und Suchtgefahren werden aus vielen Perspektiven beleuchtet und regen zum öffentlichen Diskurs an. Der künstlerische Ansatz ermöglicht dabei einen leichteren Zugang, weil jeder Mensch in der Kunst etwas Individuelles finden kann. Das kreative und niedrigschwellige Programm zur Suchtprävention, das erstmalig eine Schnittstelle zwischen Kultur- und Gesundheitsförderung schafft, ist bislang einzigartig in Deutschland. Koordiniert wird das Kulturjahr von der Kultopia gGmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden.

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