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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/04/pm_031.php 10.04.2019 17:16:31 Uhr 27.06.2019 01:05:04 Uhr
10.04.2019

Europäischer Kultur-Mai 2019

Landeshauptstadt Dresden freut sich auf europäische Kulturhöhepunkte im Mai 2019 


Europatag ist der 9. Mai und am 26. Mai findet die Europawahl statt. Die drei Dresdner Kultureinrichtungen Staatsschauspiel Dresden, Zentralwerk, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste sowie das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 nehmen dies zum Anlass, dem Mai noch einen europäischen Fokus zu geben. 

Über 600 Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Europa werden die Stadt mit vielfältigen Veranstaltungen bereichern. Kulturelle Teilhabe in Kunst, Theater und Performance wird dabei Schwerpunkt sein, um auf europäischer Ebene künstlerische Experimente und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Über 600 Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Europa werden die Stadt mit vielfältigen Veranstaltungen bereichern. Kulturelle Teilhabe in Kunst, Theater und Performance wird dabei Schwerpunkt sein, um auf europäischer Ebene künstlerische Experimente und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dresden will Kulturhauptstadt Europas 2025 werden und ein Jahr lang herausragende Impulse für das kulturvolle Zusammenleben in Europa setzen. „Unser Ziel ist es, ein unvergessliches Kulturjahr für alle zu gestalten, das sich nachhaltig für die Stadt Dresden und ihre Bewohner auswirkt. Als Kunst- und Kulturstadt ist Dresden bekannt. Geographisch und mental zwischen Ost- und Westeuropa verortet steht Dresden seismographisch für aktuelle Herausforderungen, vor denen ganz Europa steht. Eine neue Kultur des Miteinanders bietet die Chance, eine neue alte Heimat in Dresden und in Europa zu schaffen. Mit unserer Initiative Europäischer Kultur-Mai möchten wir einen Akzent im Jahr der Europawahl und des Bewerbungsjahres setzen“, erläutert Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus. 
Am Sonnabend, 11. Mai lädt HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste unter dem Motto „Arbeitstitel Europa“ zu einem interdisziplinären Parkour ein. Zwei Tage wird das gesamte Festspielhaus von Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen sowie Kunststudierenden aller Sparten belebt. Unterschiedliche Werke, Skizzen und Showings aus Tanz, Performance, Installation, Video, Musik und Sound werden gezeigt. Die Zuschauer und Zuschauerinnen haben die Möglichkeit, den ganzen Abend auf Entdeckungsreise durch die Vielfalt der regionalen Kunstszene zu gehen. Der Parkour widmet sich folgenden Fragen: Welche Rolle spielt Europa für eine jüngere Generation? Wie nehmen Künstlerinnen und Künstler Europa als politisches, gesellschaftliches und kulturelles Projekt wahr? Nach einer offenen Ausschreibung wählte eine Jury im Februar 2019 aus den mehr als 70 Einsendungen 18 Formate aus. 
Seit 2017 ist das Zentralwerk Mitglied von Trans Europe Halles (TEH), einem Netzwerk kultureller Zentren in freier Trägerschaft mit über 100 Mitgliedern aus ganz Europa. Von Donnerstag, 16. Mai bis Sonntag, 19. Mai wird das Zentralwerk eines der jährlichen Meetings des TEH in Form einer Konferenz ausrichten. Das Zentralwerk veranstaltet die Konferenz in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025, europäischen sowie lokalen Partnerinnen und Partnern und stellt sie unter den Schwerpunkt pARTizipation. Die Konferenz bietet 250 Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten, sich zu künstlerischen Strategien, Methoden und Arbeitsweisen auszutauschen. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger über europaweite Erfahrungen der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen diskutieren. 50 Plätze sind für lokale Akteure reserviert. Ein Programm mit fünf Panels, 30 Workshops, partizipativen Performances, Best Practice-Vorstellungen, Gesprächen, Meet & Greets und einer Abschlussparty wartet auf die Konferenzteilnehmer aus ganz Europa und Dresden. 
HELLERAU greift das Thema der Konferenz „Kunst und Partizipation“ auf, und bietet von Mittwoch, 15. Mai bis Freitag, 17. Mai als begleitendes Programm drei künstlerische Positionen an, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der Teilhabe in Projekten beschäftigen: Kate McIntoshs „In Many Hands“, „Just in Time – Letters to Dance“ des Berliner Künstlerduos Deuffert&Plischke, sowie „Copy & Dance“ unter der Anleitung von Tina Pfurr und Anna Zett. 
Vom Sonnabend, 18. Mai bis Sonnabend, 25. Mai lädt das Staatsschauspiel Dresden zu „OUR STAGE - 4. Europäisches Bürgerbühnenfestival“. Wie in Deutschland, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche Bürgerbühnen und ähnliche Modelle entstanden sind, ist auch in anderen europäischen Ländern die Entwicklung des partizipativen Theaters vorangeschritten. Auf allen Bühnen des Staatsschauspiels, in HELLERAU sowie im Societaetstheater werden eine Woche lang elf herausragende Theaterproduktionen aus Europa gezeigt. Ein umfassendes Rahmenprogramm mit zahlreichen europäischen Künstlerinnen und Künstler eröffnet außerdem Einblicke in die Entwicklung partizipativer Theaterformen im internationalen Kontext. Das Festival wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert. Kooperationspartner ist die European Theatre Convention (ETC), ein Zusammenschluss von über 40 europäischen Theatern aus 25 Ländern. Während des Festivals richtet die ETC ihre Jahreskonferenz in Dresden aus. Die Auswahl der Festivalproduktionen und die Gestaltung des Rahmenprogramms erfolgte durch Miriam Tscholl, der Leiterin der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden, mit Unterstützung eines europäischen künstlerischen Beirats. 
Was macht Europa eigentlich aus? Dieser Frage geht am Freitag, 24. Mai das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 in Kooperation mit dem Dresdner Geschichtsverein nach und lädt zu einer Podiumsdiskussion unter freiem Himmel ein. Im Fährgarten Johannstadt - an einem europäischen Fluss – diskutiert u. a. Gerhart Baum, Bundesminister a. D. mit Jugendlichen über unser Europa. Abschluss des Europäischen Kulturmais bildet die internationale ECoC-Konferenz Shaping Neue Heimat des Kulturhauptstadtbüros Dresden 2025. Mit anderen europäischen Bewerberstädten wird das Dresdner Motto, Neue Heimat Dresden 2025 diskutiert und Best Practice Beispiele aus anderen Kulturhauptstädten Europas aufgezeigt. Franco Bianchini und Tamara Moyzes, zwei renommierte Experten, werden einen Impulsvortrag zu „Kulturellen Strategien und sozial Ausgrenzung in Zeiten der Krise. Was können europäische Kulturhauptstädte bewirken?“ und „Kultureller Identität und Kulturerbe im populistischen Europa: Europäische Kulturhauptstädte zwischen Vergangenheit und Zukunft“ halten. 

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