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26.03.2019

Hochwasser: Potenzielle Überschwemmungsgebiete

Neue Modellierungsergebnisse für Elbe-Hochwasser sind online

Die potenziellen Überschwemmungsgebiete der Elbe im Stadtgebiet sind neu modelliert und aktualisiert worden. Sie stehen ab sofort online im Themenstadtplan zur Verfügung. Unter stadtplan.dresden.de wird die Ausdehnung potenzieller Überschwemmungsgebiete der Elbe bei Wasserständen von 400 bis 1050 Zentimetern in 50-Zentimeter-Schritten sowie für Hochwasser mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 20 bis 500 Jahren dargestellt. Referenzpunkt ist der Pegel an der Dresdner Augustusbrücke. Ergänzende Informationen zur Neumodellierung sind im Erläuterungstext enthalten, der ebenfalls im Themenstadtplan eingesehen werden kann.

Anlass für die Neumodellierung waren Unterschiede zwischen bisherigen Modellergebnissen und dem tatsächlichen Hochwasser im Juni 2013. Bislang lagen nur die Ergebnisse für das Hochwasser im Juni 2013 und das hundertjährliche Hochwasser (HQ100) vor.

„Mit Hilfe der neuen Modellierungsergebnisse können die Dresdnerinnen und Dresdner die persönliche Betroffenheit bei einem Elbe-Hochwasser besser abschätzen und so entsprechende Vorkehrungen treffen“, erklärt Umweltamtsleiter Wolfgang Socher. „Das kann eine Rolle bei der Eigenvorsorge am Wohnort spielen aber auch um im Hochwasserfall anhand der Prognosen einzuschätzen, wie man zur Arbeit kommt und welche Straßen möglicherweise gesperrt sind“, ergänzt er.

Hintergrund

Der Begriff „potenziell“ besagt, dass sich bei einem realen Hochwasser nicht exakt die gleichen Überschwemmungsflächen einstellen müssen wie in der Modellierung. Denn jedes Hochwasser hat einen individuellen Verlauf. Jahreszeiten und Witterungsbedingungen können beispielsweise zu unterschiedlichen Verläufen führen. Weiterhin berücksichtigt die Modellierung keine Wechselwirkungen der Elbe-Hochwasser mit anderen, eventuell ebenfalls Hochwasser führenden Gewässern, der Abwasserkanalisation, dem Grundwasser und Maßnahmen der Hochwasserabwehr, zum Beispiel Sandsackdämmen.

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