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27.02.2019

Bau von bezahlbarem Wohnraum steht im Fokus der Stadtplanung

Öffentliche Podiumsdiskussion zur Kooperativen Baulandentwicklung

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain lädt gemeinsam mit dem Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Kooperative Baulandentwicklung – Grenzen und Möglichkeiten für die Stadtgesellschaft“. Die Dresdnerinnen und Dresdner erhalten Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und mit den Podiumsteilnehmern ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung findet am Montag, 11. März 2019, 19 Uhr, im Kulturpalast, Foyer 2. Etage statt.

Es diskutieren:

  • Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften
  • Bernd Dietze, Vorstand des BFW Landesverband Mitteldeutschland e. V.
  • Alexander Kuhlendahl, Head of Development bei der REVITALIS
  • Peter Faßbender, Abteilungsleiter im Stadtplanungsamt Nürnberg
  • Matthias Kunert, Quartiersmanager Johannstadt (angefragt)
  • Prof. Dr. Arno Bunzel, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
  • Moderation: Seniorprofessor Dr. Karl-Siegbert Rehberg, Forschungsprofessur für Soziologische Theorie, Theoriegeschichte und Kultursoziologie TU Dresden
Zum Hintergrund

Immer mehr Kommunen entscheiden sich für das Konzept einer Kooperativen Baulandentwicklung im Rahmen der Stadtentwicklung. So auch die Stadt Dresden. Im Kern besagt das Modell, dass immer dann, wenn Bebauungspläne aufgestellt oder geändert werden sowie in vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahren, die von diesen Planänderungen profitierenden Investoren eine feste Quote an mietpreisgebundenem Wohnraum schaffen müssen. Dieses Konzept ist nicht neu. So wurde das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung bereits 2014 eingeführt. Andere Städte wie Potsdam, Köln, München, Stuttgart und Hamburg verfolgen ähnliche Strategien und Ziele, um die Baulandentwicklung besser an den Erfordernissen einer sozial gerechten Stadtentwicklung auszurichten. Kurz vor einer Abstimmung über die Einführung des Dresdner Modells im Stadtrat soll ein Ausblick gewagt werden: Haben die bisher in anderen Kommunen eingeführten Modelle zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beigetragen? Welche Auswirkungen hatte die Quote für den sozialen Wohnungsbau hinsichtlich der Bautätigkeit, der Länge der Verfahren, der Entwicklung des Mietspiegels? Was sind die Besonderheiten des geplanten Dresdner Modells hinsichtlich der vorgesehenen Möglichkeit für Investoren, auch zusätzliche bezahlbare Räume für die Kultur- und Kreativwirtschaft und gemeinwohlorientierte Akteure zu schaffen? Welche Erfahrungen und Erwartungen hat die Bauwirtschaft an die Kooperative Baulandentwicklung? Könnte das Modell ein Baustein sein, um der zunehmenden Segregation in Dresden entgegenzuwirken? Nach einem kurzen Überblick über Eckpunkte des Dresdner Modells auch im Vergleich zu Erfahrungen mit anderen Baulandmodellen sollen diese Fragen diskutiert werden.

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