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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/02/pm_055.php 14.02.2019 14:04:21 Uhr 20.02.2019 21:54:20 Uhr
14.02.2019

Landeshauptstadt sucht freie Träger für kommunale Migrationssozialarbeit

Träger der freien Wohlfahrt, die im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden ab Juli 2019 Geflüchtete betreuen wollen, können sich ab sofort bei der Stadtverwaltung bewerben. Die Stadt hat dafür einen Aufruf im Dresdner Amtsblatt Nr. 7/2019, ab der Seite 20 veröffentlicht. Angebote können bis 13. März 2019 eingereicht werden.

Mit dem neuen Interessenbekundungs-Aufruf legt die Stadt einen stärkeren Akzent auf die sozialräumliche Integration von erwachsenen Geflüchteten und ihren Kindern. Die bisherige Flüchtlingssozialarbeit wurde dafür weiterentwickelt zur Migrationssozialarbeit. Diese soll durch individuelle Begleitung, Beratung und Unterstützung einen aktiven Beitrag für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil leisten. Im Interesse der Geflüchteten, der Anwohner und der Leistungserbringer gibt es einen detaillierten Leistungskatalog mit sogenannten Grund- und Fachleistungen. So unterstützt Migrationssozialarbeit Geflüchtete bedarfsgerecht in zentralen Bereichen der Integration, vor allem im Hinblick auf ihre Werte, Normen und Alltagskompetenzen, materielle Sicherheit, Sprache, soziale Kontakte, Arbeit und Bildung, Gesundheit, Wohnen und Krisenbewältigung sowie in besonderen persönlichen Lebensumständen.

Die Migrationssozialarbeit ist eng gekoppelt an die sozialraumorientierte Koordinierung in den Integrationsbüros. Der regionale Zuschnitt mit den Regionen Nord (rechtselbische Stadtbezirke und Ortschaften), West (Stadtbezirk Cotta und westliche Ortschaften), Mitte (Stadtbezirke Altstadt, Blasewitz und Plauen) und Süd (Stadtbezirke Leuben und Prohlis) hat sich bewährt und bleibt erhalten. Die regionalen Integrationsbüros müssen sich in zentraler Lage im Wirkungsraum befinden und für die Einwohnerinnen und Einwohner gut und zügig erreichbar sein. Kriterien für die Erreichbarkeit sind beispielsweise die Nähe zum öffentlichen Nahverkehr, Fußwege, Beschilderung, die Lage im Gebäude, möglichst barrierefreier Zugang, angepasste Öffnungszeiten und zeitnahe Terminvergabe.

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